Elektromobilität auf dem Vormarsch 626,6 km mit einer Batterieladung

Anbindung an die Bordnetzarchitektur

Der Signalprozessor, der unter anderem über zwei CAN-Module zur Anbindung an die Bordnetzarchitektur verfügt, erzeugt zwei um 180° phasenverschobene PWM-Signale (Bild 4) zur Ansteuerung der Leistungselektronik. So lässt sich über die Brückenschaltung jede Erregerwicklung auf die positive (T1, T5, T3) oder negative (T4, T6, T2) Zwischenkreisspannung schalten und die Richtung des Stromflusses bzw. des Magnetfeldes steuern. Um die geringe Induktivität des Motors zu kompensieren, verwenden die Ingenieure und Studenten eine relativ hohe PWM-Frequenz. Aus Sicht der Spule schaltet diese vier Mal pro PWM-Zyklus.

 

Weiterhin ist das System durch die Änderung des Tastverhältnisses umschaltbar zwischen motorischem und generatorischem Betrieb, so dass beim Bremsen eine Energierückgewinnung möglich ist. Das Besondere hierbei ist, dass durch die vier wechselnden Zustände der optimierten Kommutierungsstrategie mit der halben PWM-Frequenz gearbeitet werden kann. Zu Mess- und Testzwecken sowie zur Kalibrierung der Motorparameter unabhängig vom eigentlichen Fahrzeug haben Evomotiv sowie die Hochschule Offenburg eigens einen Motorprüfstand eingerichtet (Bild 5).