Elektroindustrie wird für den Export wichtiger

Die deutsche Elektroindustrie zeigt trotz der Wirtschaftskrise relative Stärke im Export. Der Rückgang der Elektro-Ausfuhren ist mit 17 Prozent deutlich geringer ausgefallen als im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt. Das teilte der ZVEI mit.

So musste das verarbeitende Gewerbe im Jahr 2009 einen Rückgang von fast einem Viertel verzeichnen. »Die Elektroindustrie hat im vergangenen Jahr von allen Industriebranchen am meisten exportiert«, betonte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. »Damit steht die Elektroindustrie heute für ein Achtel aller deutschen Ausfuhren. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Exporte der Branche verdoppelt.« Das Exportvolumen der deutschen Elektroindustrie ist 2009 auf 120 Mrd. Euro zurückgegangen. Im Vor-Krisenjahr 2008 lag es bei knapp 145 Mrd. Euro.

Der Aufstieg im Export-Ranking beruht auf dem breiten und dynamischen Produktportfolio der Elektroindustrie, das neben modernen Infrastrukturausrüstungen zentrale Wachstumsfelder wie Elektromobilität, Energie- und Ressourceneffizienz, Embedded Systems oder Gesundheitstechnik abdeckt. Die durchgerechnete Exportquote der Branche, die neben dem unmittelbaren Auslandsumsatz auch den für ausländische Endkunden bestimmten inländischen Umsatz auf vorgelagerten Produktionsstufen berücksichtigt, liegt bei 75 bis 80 Prozent.

Der ZVEI rechnet 2010 mit einer Erholung der Ausfuhren um fünf Prozent und der Produktion insgesamt um drei bis vier Prozent. Die stärksten Impulse für eine Wiederbelebung des Welthandels kommen aus den Schwellenländern, insbesondere aus China und Indien. »80 Prozent ihrer Ausfuhren setzt die deutsche Elektroindustrie aber nach wie vor in den Industrieländern ab. Eine nachhaltige Erholung des Exports setzt deshalb voraus, dass diese den Übergang zu einem nachhaltigen Aufschwung bald schaffen«, so Dr. Mittelbach.