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MPO – der Steckverbinder der Zukunft?

08. Februar 2021, 18:41 Uhr   |  André Engel, Geschäftsführer der tde - trans data elektronik GmbH


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Teil 3, Hintergrund zur MPO-Technologie

In der schnelllebigen Netzwerktechnik gehört der MPO-Steckverbinder bereits zu den „guten alten Dingen“. Bereits vor 35 Jahren hat der japanische Telekommunikationskonzern NTT die SM-MT-Ferrule entwickelt, auf der die MPO-Technologie basiert.

Eine MT-Ferrule (MT = Mechanical Transfer) ist ein Führungs- und Kopplungselement für zwei bis 72 Glasfasern. Sie besteht aus Keramik oder hochwertigem Kunststoff, etwa Polyphenylensulfid, in das die Fasern eingebettet sind. Zwei Führungsstifte aus Metall sowie ein Federmechanismus stellen sicher, dass bei der Kopplung von zwei Ferrulen die optimale Verbindung der Glasfasern hergestellt wird. Die Ingenieure von NTT entwickelten dann mit dem MPO-Stecker (Multi-Fiber Push-On) eine passende Verbindungstechnik.

Seit 1995 kommen MT-Ferrulen und die dazu gehörigen MPO/MTP-Mehrfaser-Verbindungsstecker in Verkabelungssystemen in Rechenzentren zum Einsatz.

MTP ist ein Warenzeichen des amerikanischen Unternehmens US Conec, das in einem Joint Venture mit NTT, Corning und Fujikura die MPO-Technik weiterentwickelte. Der MTP-Stecker integrierte weitere Funktionen wie verbesserte Führungsstifte und den patentierten Ferrulen-Floating-Mechanismus, bei dem die Ferrule bei zu hoher Krafteinwirkung beim Kopplungsvorgang nachgibt. Daraus resultiert eine höhere mechanische Belastungsleistung.

MPO/MTP-Stecker sind in den Normen IEC 61754-7 und TIA/EIA 604-5 spezifiziert und kompatibel. 

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1. MPO – der Steckverbinder der Zukunft?
2. Teil 2, der Steckverbinder der Zukunft?
3. Teil 3, Hintergrund zur MPO-Technologie

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