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Umfrage zu Single Pair Ethernet (Teil 5)

09. April 2021,  11 Bilder

TE Connectivity, Ruud van den Brink
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Ruud van den Brink, Product Manager Industrial Communications bei TE Connectivity

Sollte der Normenvorschlag IEC 63171-5 verabschiedet und veröffentlicht werden, erfüllt er die Mindestanforderungen dieser Norm. Damit wäre auch die Interoperabilität gewährleistet und Anwender könnten Schnittstellen beider Steckgesichter nutzen, wie sie möchten. Für ein SPE-Protokoll ist es unerheblich, welche Schnittstelle genutzt wird, so lange diese Mindestanforderungen erfüllt sind. Je nach Einsatzzweck, passiert genau das Gleiche bei bekanntem Ethernet schon heute. RJ45 und M12 X-kodiert kommen gemischt, je nach Einsatzanforderung, zum Einsatz.

Mit dem Blick auf zukünftige Anwendungen sollten Anwender zwei Punkte jedoch genau im Blick behalten und in die Wahl ihrer Schnittstelle einbeziehen:

1.) Die Energieversorgung von Devices: Diese ist bei SPE zwar über PoDL (Power over Data Line) bis zu 50 W Leistung am Gerät möglich, allerdings reicht das lange nicht für alle Anwendungen. Aus diesem Grund ist das hybride M8-Steckgesicht von TE Connectivity mit in die IEC 63171-6 niedergeschrieben. Sie bietet bis zu 200 W bei 24 V bzw. bis 400 W bei 48 V Versorgungsspannung und SPE über nur eine Schnittstelle. Dies spart Platz, Kosten und eine zusätzliche Schnittstelle. Diese Option der Energieversorgung bietet nur die IEC 63171-6.

2.) Der in der Entwicklung befindliche Multi-Gig-Standard: Dieser bedingt Frequenzen im Gigahertzbereich und stellt nochmals gesteigerte Anforderungen an die Infrastruktur. Hier liegen die Vorteile klar im symmetrischeren Steckgesicht der IEC 63171-6, das durch gleiche Kontaktlängen und absolute Symmetrie mehr Reserven bereit hält als andere Lösungen.