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Single Pair Ethernet

Große Erwartungen bei den Marktteilnehmern

17. Mai 2021, 16:00 Uhr   |  Ralf Higgelke


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Große Erwartungen bei den Umsätzen

Reichle + De Massar
© Reichle + De Massar

Matthias Gerber, Reichle & De-Massari »Es wird darauf hinauslaufen, dass sich jeweils der für eine spezifische Anwendung am besten geeignete Steckertyp durchsetzen wird.«

»Auf mögliche Zweitlieferanten sollte man achten«, gibt Matthias Gerber, Market Manager LAN Cabling bei Reichle & De-Massari, zu bedenken, »denn die SPE-Technologie ist im Aufbau begriffen. Strategieänderungen bei involvierten Firmen sind möglich. Darum ist es wichtig, immer darauf zu achten, Alternativlieferanten zu haben.«

Beim Thema Umsatz wollte keiner der Befragten eine konkrete Zahl nennen. Stellvertretend dazu meint Mathias Kalmbach, Marketing Manager bei Würth Elektronik eiSos: »Aktuell ist SPE noch ganz klar ein Entwicklungsthema. Das erwartete Wachstum für SPE ist jedoch sehr groß.«

Würth Elektronik eiSos
© Würth Elektronik eiSos

Mathias Kalmbach, Würth Elektronik eiSos »Aktuell ist SPE noch ganz klar ein Entwicklungsthema. Das erwartete Wachstum für SPE ist jedoch sehr groß.«

Auf das enorme Marktpotenzial verweist auch Ralf Moebus von U.I. Lapp. »Durch SPE kann die heutige Ethernet-Verkabelung vereinfacht und zum Teil abgelöst werden. Noch interessanter ist aus unserer Sicht, dass SPE nun neue Applikationsfelder für Ethernet erschließt, wo die Integration bisher unwirtschaftlich war, beispielsweise die Sensorik.«

Besondere Aufmerksamkeit erregt im Moment die Konkurrenzsituation bei den Steckge­sichtern. Simon Seereiner, Portfoliomanager bei Weidmüller, gibt zur Normierung einen Überblick: »Für Steckverbinder gibt es die Nor­menreihe der IEC 63171. Darin sind die unterschiedlichen Varianten und deren Steckgesichter von -1 bis -6 beschrieben. Seit Kurzem gibt es mit der -7 einen weiteren Kandidaten, der sich speziell auf hybride Übertragung (SPE und vier Power-Kontakte plus FE) bezieht.«

Dätwyler IT Infra
© Dätwyler IT Infra

Ivan Corsini, Dätwyler IT Infra »Was problemlos funktionieren wird, ist die Verwendung einer IEC-63171-5-Steckverbindung auf einer Seite und einer IEC-63171-6-Steckverbindung auf der anderen Seite eines Patchkabels..«

Konkurrenzsituationen sind bei neuen Technologien grundsätzlich nichts Besonderes. »Wenn wir in die 1970er- und 1980er-Jahre zurückblicken, gab es damals ähnliche Diskussionen, welches Videosystem (Beta, 2000 oder VHS) das bessere und zukünftige wäre«, erinnert sich Horst Messerer, Produktmanager DNB und ­Sales Manager bei Helukabel. »Entschieden wird das letztlich durch die Anwender und Firmen, die den jeweiligen Standard unterstützen. Eine große Rolle spielen hier die Gerätehersteller, die die Schnittstelle nach -5 oder -6 einbauen. Dem Kabel jedoch ist es letztendlich egal, welche Stecker sich an den beiden Enden befinden.«

Etwas Gutes kann Ivan Corsini, Produktmanager für Kupfer-Datentechnik und Industrial bei Dätwyler IT Infra, dieser Konkurrenzsituation abgewinnen: »Dies wird die Marktteilnehmer antreiben, voll ausgereifte Systeme zu entwickeln. Die Anwender können davon nur profitieren: Sie werden auswählen und die für sie passende Lösung einsetzen können.«

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1. Große Erwartungen bei den Marktteilnehmern
2. Große Erwartungen bei den Umsätzen
3. Ist die Interoperabilität gewährleistet?

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