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Marktaussichten 2021

Die Steckverbinder-Branche zeigt sich optimistisch

25. März 2021, 08:00 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Marktausblick 2021, Teil 2

Mehr Chancen als Herausforderungen?

»Im Hinblick auf neue Produkte und Projekte sehen wir erfreulicherweise keinen negativen Einfluss der Pandemie«, stellt auch Manuela Gutmann, Division Managerin Connector Solutions von Yamaichi Electronics Deutschland, fest. »Unser Geschäftsjahr startet im April und wir sehen dem positiv entgegen.

Manuela Gutmann
© Yamaichi Electronics

Manuela Gutmann: »Im Hinblick auf neue Produkte und Projekte sehen wir erfreulicherweise keinen negativen Einfluss der Pandemie.«

Das liegt unter anderem an unserer Diversifikation, denn unterschiedliche Branchen sind unterschiedlich stark von der Pandemie betroffen.« Yamaichi Electronics ist in vielen Märkten aktiv, der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Automotive, Industrie, Data Networking und Medizintechnik. »Und in diesen Märkten sehen wir in Zukunft ein sehr gutes Potenzial.«

Im Automotive-Bereich arbeitet Yamaichi Electronics beispielsweise an neuen Produkten für das Batteriemanagement – zum Einsatz kommen hier z.B. die „Y-Lock Non-ZIF“-Steckverbinder. Die dazugehörigen Flachbandleitungen kann die Firma am Standort Frankfurt/Oder produzieren, was für die Kunden – nicht nur, aber besonders in diesen Zeiten – von Vorteil sein kann! Speziell im Industriesegment haben zudem die verschiedenen Steckverbinder mit Push-Pull-Verriegelung einen hohen Stellenwert für Yamaichi Electronics. Und durch die allgemeine Entwicklung hin zu immer höheren Datenraten sind auch Steckverbinder für die High-Speed-Datenübertragung eine strategisch wichtige Produktgruppe.

Wolfgang Hanf, Head of Sales Automotive EMEA von Erni Electronics, beschreibt die aktuelle Situation am Steckverbinder-Markt wie folgt: 

Wolfgang Hanf
© Erni Electronis

Wolfgang Hanf: »Das Jahr 2021 wird für viele Unternehmen ein Übergangsjahr sein.«

»Das Jahr 2021 wird für viele Unternehmen ein Übergangsjahr sein.« Und dennoch: »Tendenziell vernehmen wir eine Erholung des Marktes, was sich auch in den Kundenaufträgen widerspiegelt.« Als weiterhin wichtigen Markt für Erni nennt Wolfgang Hanf den Automobilbereich und hier insbesondere Technologien wie autonomes Fahren und alternative Antriebe.

Im Fokus: die Supply Chain

Was aber hat sich im Vergleich zur "Vor-Corona-Zeit" verändert? »Eine Herausforderung bleibt das globale Supply Chain Management, zum Beispiel in Hinblick auf Rohstoffe und Logistik«, gibt Manuela Gutmann zu bedenken. Dem stimmt Wolfgang Hanf zu. Die Rohmaterialverknappung und die daraus resultierenden verlängerten Lieferzeiten haben Einfluss auf das Geschäft!

Einig sind sich die von Markt&Technik befragten Experten darüber, dass sich während der Corona-Pandemie die Bedeutung der Faktoren Schnelligkeit und Lieferfähigkeit weiter erhöht haben. Jochen Metz erklärt das wie folgt: »Um ihren Bedarfen flexibel gerecht zu werden, verlassen sich unsere Kunden jetzt auf unsere Liefer-Performance.« In diesem Zusammenhang gewinne der Standort Europa wieder stärker an Stellenwert, natürlich auch vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftspolitik und dem USA-China-Konflikt. »Gleichzeitig wächst das Qualitätsbewusstsein und die Bedeutung von „German Engineering“ sowie auch „Made in Germany“«, ist Jochen Metz überzeugt.

Wie wichtig Versorgungssicherheit ist, hat die Pandemie überdeutlich gezeigt. Abzulesen ist das unter anderem an einem starken Anstieg der Transportkosten weltweit.

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