Bahntechnik TE Connectivity mit neuem Vakuumhauptschalter für elektrische Züge

TE Connectivity stellt mit dem VESA-Vakuumhauptschalter für elektrische Züge das erste vollständig elektromagnetisch betriebene System für 25 kV- und 15 kV-Fahrzeuge vor. Er soll im Vergleich zu pneumatisch arbeitenden Leistungsschaltern Vorteile bei Gewicht, Installation, Anwendung und Stromverbrauch bieten.

Peter Van Loo, General Manager für TEs Geschäftsbereich Rail & Mass Transportation, bezeichnet den neuen Leistungsschalter als „absolute Weltpremiere“: “Mit den elektromagnetisch betriebenen VESA VCB bieten geringere Gesamtinstallationskosten, weil die voluminösen Pneumatiksysteme wegfallen. Dies macht die neue innovative TE-Lösung sowohl für Neuentwicklungen als auch in Umbauprogrammen attraktiv und verlässlich.” Die Leistungsmerkmale des VESA VCB seien sowohl für Hochgeschwindigkeitszüge als auch Regionalzüge, Metrosysteme und Lokomotiven weltweit unter unterschiedlichen Klimabedingungen ausgelegt und getestet worden.

Was ist neu? Traditionell werden Hauptschalter mittels Druckluft aus einem Kompressor und Reservoirsystem betätigt. Die Pneumatik des Hauptschalter ist unabhängig vom Hauptpneumatiksystem, das die Zugbremsen bedient. Nachdem das zusätzliche pneumatische Leistungsschaltsystem jahrzehntelang als bewährte Technologie galt, werden diese Systeme heute aufgrund von Platzbedarf, Gewicht, Komplexität, Zuverlässigkeit und Unterhaltsbedarf kritischer beurteilt. Abstriche galt es auch bei der Energieeffizienz hinzunehmen, da beim Komprimieren der Luft Energie als Wärme verpufft. Wird der Leistungsschalter hingegen mit elektrischer Energie betätigt, lässt sich eine Komprimierung der Luft und der damit verbundene Energieverlust vermeiden.

Der VESA VCB-Schalter benötigt weniger Wartung als konventionelle Pneumatiksysteme. Da die Druckluftzufuhr und der Kompressor zur Betätigung des Stromabnehmers kleiner sind, sind keine weiteren Druckluftrohre erforderlich. Der VCB wiegt damit nicht einmal die Hälfe anderer Pneumatikprodukte auf dem Markt. Auch der Energieverbrauch ist geringer, der aerodynamische Luftwiderstand reduziert. Auch ältere Züge können mit dem System nachgerüstet werden. Angeboten werden verschiedene kundenspezifische Optionen bei Erdung, Betriebsspannung, Integration zusätzlicher Steuer- und Rückmeldeschalter. Nach Einschätzung von TE können dank selbstreinigender Isolatoren und der reduzierten Abhängigkeit von pneumatischen Systemen bis zu 120 Wartungsstunden pro installiertem VESA VCB in der Instandhaltung eingespart werden.