Umspritzte Kabelkonfektionen Steckverbinder für die Lebensmittelindustrie

In der Lebensmittelindustrie werden erhöhte Anforderungen in Bezug auf die Hygiene an Maschinen und Anlagen gestellt, ebenso an die eingesetzten Steckverbinder.
In der Lebensmittelindustrie werden erhöhte Anforderungen in Bezug auf die Hygiene an Maschinen und Anlagen gestellt, ebenso an die eingesetzten Steckverbinder.

Mit neuen M12-Steckverbindern – in umspritzter und somit sehr robuster Ausführung – bedient die Firma binder den Markt der Lebensmittelindustrie. Die Steckverbinder erfüllen besonders hohe Anforderungen.

Umspritzte Steckverbinder haben den Vorteil, dass sie sofort einsatzbereit sind, also lediglich aufgesteckt und verschraubt werden müssen. Im Vergleich zu den im Feld konfektionierbaren Steckern ergibt sich eine enorme Zeitersparnis; zudem eignen sich die fertigen Kabelkonfektionen für widrige Umgebungsbedingungen. »Weil die Kabellängen bei den umspritzten Steckverbindern konfigurierbar sind, eröffnen sich für die Kunden viele Einsatzmöglichkeiten«, erläutert Anja Allmis, Produktmanagerin von binder. Das Unternehmen liefert die umspritzten Steckverbinder in zahlreiche Applikationen, zum Beispiel in die Anlagentechnik als Verbindung zwischen Sensoren (wie Lichtschranken oder Temperaturfühler) und der Steuerung.

Die umspritzten Steckverbinder für die Lebensmittelindustrie unterscheiden sich allerdings von den bisherigen Komponenten: Sie sind aus besonders hochwertigen Materialien (Edelstahl und speziellen Kunststoffen) gefertigt und weisen eine glatte Kontur auf, die keine Schmutzanhaftungen bzw. Schmutznester zulässt. Außerdem entsprechen die Komponenten der Schutzart IP68 bzw. IP69K, lassen sich also auch mit Hochdruck reinigen. Die umspritzten Köpfe der Steckverbinder bestehen aus einem cremeweißen Polypropylen-Kunststoff (RAL 9001). PP ist ein Massenkunststoff, mehr als ein Drittel der synthetischen Fasern wird auf dessen Basis hergestellt. Weitere wichtige Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Verpackungen und Gehäuse. »Der Kunststoff ist bei Raumtemperatur gegen Fette und fast alle organischen Lösungen beständig und lässt sich dauerhaft bei Temperaturen zwischen 0 und 100 °C verwenden«, führt Anja Allmis weiter aus. Als Leitungen kommen PVC-Kabel mit grauem Kabelmantel zum Einsatz. Durch diese Spezifikation unterscheiden sich die Rundstecker für den Lebensmittelbereich von den „Standard“-Steckverbindern. Das Design hat aber ebenfalls eine Funktion: Die helle Oberfläche macht Verschmutzungen und Anhaftungen besser sichtbar.

Die ersten Produkte der neuen Baureihe für den Bereich Food & Beverage sind umspritzte M12-Steckverbinder in bewährter A-Kodierung, inklusive Dosen, Winkelstecker und Verbindungsleitungen. Binder kann diese Produkte bereits liefern. Als nächste Schritte plant das Unternehmen, auch ein M8-Pendant einzuführen, ebenso wie M12-Steckverbinder in weiteren Kodierungen sowie 7/8-Zoll-Stecker. Erhältlich sind die Steckverbinder in drei-, vier- und fünfpoliger Version gemäß DIN EN 61076-2-101 respektive DIN EN 61076-2-104.

Geprüft nach Ecolab-Vorgaben

Zusätzlich zu den bestehenden Prüfungen und der UL-Zertifizierung, die bereits in Vorbereitung ist, wird binder seine Produkte auch mit dem „Ecolab-Prüfsiegel“ ausstatten, das die Materialbeständigkeit gegenüber aggressiven Reinigungs- und Desinfektionsmitteln bestätigt. Dazu wird die Widerstandsfähigkeit der elektrischen Komponenten gegen P3-topax 52, 66, 990, Topactive 200 und P3-topactive OKTO geprüft.

»Die Lebensmittelindustrie ist für uns ein relativ neuer Zielmarkt«, sagt Anja Allmis. Bislang habe man vorwiegend Flanschteile und konfektionierbare Steckverbinder in dieses Marktsegment geliefert. Das soll sich jetzt grundlegend ändern. Neben Steckverbindern arbeitet die Firma z.B. auch an einer Edelstahl-LED-Leuchte im Hygienic Design, die das Portfolio ergänzen soll.