Servoleitungen Schirmungskonzept setzt neue Maßstäbe!

Ölflex Connect Servo
Ölflex Connect Servo

Erstmals fertigt Lapp Kabelkonfektionen für Servoantriebe teilautomatisiert. Und erreicht dabei Schirmungswerte, die in der Industrie aufhorchen lassen.

Sie verbinden Steuerung und Antrieb: Servoleitungen. Die mehradrigen Kabel samt Steckverbinder – die so gennannten Servokonfektionen – wurden bislang manuell zusammengefügt. Das Ablängen und Abisolieren des Kabels sowie das Anbringen des Steckverbinders erfolgte in Handarbeit. Das hat Lapp nun grundlegend verändert.

»Wir haben hohe Investitionen getätigt und nicht nur neue automatische Prozesse zur Konfektionierung entwickelt, sondern auch den Aufbau des Kabels sowie die Schirmanbindung und das Design des Steckverbinders verbessert«, erläutert Klaus Joachim, Senior Manager Automation von Lapp Systems. Dazu ist das Unternehmen eine Kooperation mit dem Steckverbinderhersteller Intercontec eingegangen, der sein Know-how im Bereich der Steckverbinder mit eingebracht hat.

Übergang zum Steckergehäuse

Ein besonderes Augenmerk hat man auf den Übergang von der Kabelschirmung zum Steckergehäuse gelegt: Im automatische Prozess schiebt die entsprechende Maschine die Schirmung zurück und presst sie in einem Ring in das Gehäuse. Die Drähte des Kabelschirms haben dadurch rundherum großflächigen Kontakt mit dem Stecker. Diese 360-Grad-Schirmung verbessert die Abschirmwirkung um mindestens 100 Prozent gegenüber herkömmlichen Servokonfektionen, wie die Tests von Lapp belegen.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist auch der Innenmantel, der unter der Schirmung liegt. Er schützt die Adern beim Konfektionieren und hält das Innenleben des Kabels in Form, auch wenn die Leitung hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt wird, was letztendlich Ausfälle minimiert. »Das Interesse unserer Kunden an den Produkten ist definitiv geweckt« sagt Klaus Joachim, der das insbesondere auch auf die EMV-Eigenschaften zurückführt.