Schwerpunkte

Markt&Technik-Umfrage

Trends und Entwicklungsaktivitäten bei Relais

09. Juni 2020, 09:41 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Relais-Trends, Teil 3

Als wichtigste Produktgruppe nennt Antje Jakesch Photovoltaik-Relais, darunter die Neuzugänge AZSR 1160, 1180, 1200, 143, 165 und 190. Aufbauend auf dem umfangreichen Relais-Programm für Wechselrichter, konnte Zettler einen weiteren, zukunftsträchtigen Markt erschließen: »Vor einigen Jahren landete ein Zettler-Solarrelais in einem Hybridfahrzeug-Ladekabel – und später in verschiedenen Ladesäulen und Wallboxen«, berichtet Antje Jakesch. »So kamen wir zu dem für uns bis dahin neuen Bereich der Ladeinfrastruktur für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Als erster Hersteller am Markt hat Zettler dann eine Relais-Serie auf den Markt gebracht, die den normativen Anforderungen nach 1500 A Kurzschlussstromfestigkeit der IEC 62752 entspricht, also den verschärften Anforderungen beim Laden von Elektrofahrzeugen nach Mode 2. Die Ladebetriebsart 2 unterscheidet sich im Wesentlichen zur Ladebetriebsart 1 (Haushaltssteckdose, entweder einphasig oder dreiphasig) durch höhere Ströme und eine im Ladekabel integrierte Steuer- und Schutzausrüstung. Man spricht auch vom In-Cable Control and Protection Device. Dieses IC-CPD schützt bei Isolationsfehlern vor elektrischen Gefahren und ist in IEC 62752 definiert.
 

Antje Jakesch
© Zettler electronics

Antje Jakesch, Zettler: »Das Relais wurde ja schon viele Male totgesagt, es ist jedoch lebendiger denn je.«

Die Relais der Serie AZEV116 (16 A) und AZEV132 (32 A) eignen sich insbesondere für kompakte und auf Design hin optimierte Ladekabel. Sie erfüllen die in der Norm geforderte Kurzschlussfestigkeit von bis zu 1500 A und verfügen über einen Monitorkontakt, um ein Verschweißen der Kontakte im Fehlerfall zu signalisieren. Zudem haben sie einen großen Kontaktabstand von ≥2,25 mm und sind mit einer Lebensdauer von 50.000 Schaltzyklen bei 85 °C spezifiziert.

»An einer 40-A-Variante dieses Relais-Typs arbeiten wir mit Hochdruck und werden diese Version Ende 2020 in Serienproduktion bringen«, kündigt Antje Jakesch an.

Printrelais für Ladesäulen und Photovoltaik

Mit 12.500 unterschiedlichen Relais-Produkten verfügt Finder über eines der umfangreichsten Programme auf dem Markt. Das wichtigste Produkt unter den vielen Schaltelementen ist laut Unternehmensangaben das bewährte Printrelais der Serie 67, das Finder in hohen Stückzahlen produziert.»Mit diesem Relais mit der Eigenschaft 3 × 50 A/480 V lassen sich viele Anwendungen im Bereich des Ladens von E-Fahrzeugen sowie im Photovoltaik-Markt abdecken – zwei Bereiche, die aktuell im Fokus stehen und über positive Zukunftsaussichten verfügen«, sagt Marketingleiter Philipp Lazic.

Philipp Lazic
© Finder

Philipp Lazic, Finder: »Mit unseren Relais der Serie 67 lassen sich viele Anwendungen im Bereich des Ladens von E-Fahrzeugen sowie im Photovoltaik-Markt abdecken – zwei Bereiche, die über positive Zukunftsaussichten verfügen.«

Die Relais von Finder können bis zu einer Schaltlast von 100 A eingesetzt werden. Damit wird die Trennung vom Netz mit geringer Verlustleistung realisiert. Des Weiteren weisen die Relais eine hohe Resistenz gegenüber ihrer Umgebungstemperatur auf.

»Der Trend zu mehr Leistung bei gleicher Baugröße oder zu leistungsstärkeren Relais setzt sich fort«, erläutert Philipp Lazic. Und diese Entwicklung trifft insbesondere auf die Elektromobilität und die Photovoltaik zu: Statt 3-kW- oder 5-kW-Inverter kommen heute 33-kW-Inverter oder höher zum Einsatz. Dadurch muss auch das Relais immer mehr leisten. Etwas weiter in die Zukunft geblickt werde auch die Gleichstromversorgung in der Produktion, die derzeit von vielen Herstellern diskutiert wird.

Seite 3 von 3

1. Trends und Entwicklungsaktivitäten bei Relais
2. Relais-Trends, Teil 2
3. Relais-Trends, Teil 3

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Finder: Noch näher am Markt!
Hongfa wird verstärkt den Automotive-Markt adressieren
TU Ilmenau erforscht Schutzschalter für Gleichstrom

Verwandte Artikel

E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH, FINDER GmbH, ZETTLER electronics GmbH, Omron Electronics