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Elektromagnetische Störungen

Filter für DC/DC-Wandler

28. April 2015, 10:28 Uhr   |  Ralf Higgelke


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Messung der Funkstörgrößen

Bild 7: Prüfaufbau zur Messung von leitungsgebundenen Störungen auf Stromversorgungsleitungen auf einem Tisch
© Würth Elektronik eiSos

Bild 7: Prüfaufbau zur Messung von leitungsgebundenen Störungen auf Stromversorgungsleitungen auf einem Tisch

Bei einem Messaufbau für Tischgeräte (Bild 7) befindet sich das Prüfobjekt (DUT) auf einem nicht leitfähigen Tisch, der auf einer Bezugsmasseplatte steht. Die Höhe des Tisches soll 40 cm betragen. Ist zusätzlich auch eine vertikale Bezugsmasseplatte vorhanden, soll der Tisch mindestens 80 cm hoch sein. Die Netznachbildung muss gut leitend mit der Masseplatte verbunden sein. Das Prüfobjekt selbst und daran angeschlossene Kabel sind im Abstand von 40 cm zur Masseplatte anzuordnen. Die Leitungslänge zwischen Prüfobjekt und Netznachbildung soll 80 cm nicht überschreiten. Der Funkstörmessempfänger bewertet die unsymmetrische Störspannung, die an der Netznachbildung für die einzelnen Adern des Kabels ausgekoppelt wird.

Bild 8: Prüfaufbau zur Messung der Funkstörfeldstärke in Absorberkammern
© Würth Elektronik eiSos

Bild 8: Prüfaufbau zur Messung der Funkstörfeldstärke in Absorberkammern

Die Messung der Funkstörfeldstärke oberhalb von 30 MHz beschreibt die Grundnorm DIN EN 55016-2-3. Als Messumgebung dient zumeist eine Absorberhalle mit leitfähigem Boden oder im kleineren Maßstab eine Absorberkammer. Der Prüfling wird auch hier auf einem nicht leitfähigen Tisch (bei tragbaren Geräten oder Tischgeräten; Bild 8) beziehungsweise auf dem Boden platziert. Um den Prüfling in seiner Vorzugslage während der Messung um sich selbst zu drehen, befindet er sich auf einem Drehtisch (turntable). Die Empfangsantenne wird bei größeren Absorberhallen in 10 m Entfernung zum Prüfling aufgestellt und während der Messung in der Höhe verschoben, um das Maximum der elektrischen Feldstärke bei jeder Messfrequenz zu ermitteln (Peak-Spektrum). Außerdem wird die Orientierung der Antenne geändert (horizontale und vertikale Polarisation). In kleineren Absorberkammern sollte der Antennenabstand 3 m betragen und da die Antenne nur in einer Höhe aufgestellt werden kann, entfällt der Höhenscan und der Boden zwischen Antenne und Prüfling muss mit Absorbermaterial bedeckt sein.

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1. Filter für DC/DC-Wandler
2. Design eines LC-Eingangsfilters
3. Design eines Pi-Eingangsfilters
4. Messung der Funkstörgrößen
5. Gemessene Funkstörspannung

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