Nicht nur für Vandalen

Der Einsatz von »vandalengeschützten Eingabesystemen « hat sich auf die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete ausgebreitet. Neben den robusten Eigenschaften dieser Bedienelemente werden sie immer öfter auch aus Designgründen eingesetzt. Entsprechend vielfältig ist inzwischen das Sortiment für diesen Anwendungsbereich. Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Der Einsatz von »vandalengeschützten Eingabesystemen « hat sich auf die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete ausgebreitet. Neben den robusten Eigenschaften dieser Bedienelemente werden sie immer öfter auch aus Designgründen eingesetzt. Entsprechend vielfältig ist inzwischen das Sortiment für diesen Anwendungsbereich. Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Tastern: Piezotaster, Metalltaster mit Hub, Metalltaster mit Taktilität und Taster, die auf unterschiedlichen Sensorprinzipien wie zum Beispiel der kapazitiven Technik basieren. Innerhalb dieser Klassifizierung ist nochmals ein Mix der unterschiedlichen Verfahren möglich. So lässt sich beispielsweise ein Piezotaster zusätzlich mit einem Element für Taktilität ausrüsten. Für eine passende Auswahl des Bediensystems muss der Anwender alle Einflussfaktoren aus dem Umfeld des jeweiligen Gerätes berücksichtigen; Standort, klimatische Anforderungen sowie die auszulösende Funktion sind hierbei wesentliche Gesichtspunkte.

Bei der Standortfrage ist in erster Line zu unterscheiden, ob die Geräte nur innerhalb von Gebäuden, im Freien mit Überdachung oder ungeschützt im Freien stehen. Bei Geräten, die ungeschützt im Freien aufgestellt sind, ist bei den meisten Anwendungen auch mit Minustemperaturen und somit auch mit Schnee und Eis zu rechnen. Bei diesen Umgebungsbedingungen können Taster mit Hub vorübergehend ausfallen. Wasser kann in den Zwischenraum der beweglichen Teile eindringen. Bei auftretenden Minustemperaturen gefriert das Wasser und der Betätiger lässt sich nicht mehr drücken, um den Kontakt zu schließen. Geradezu prädestiniert für diese Anforderungen ist der Piezotaster mit komplett geschlossener Oberfläche.

Limonade als Problem

Um das Gerät gegen Staub und Flüssigkeiten zu schützen, werden die Komponenten nach IP-Schutzklassen spezifiziert. Hierbei erfüllt der Piezotaster grundsätzlich mindestens eine Schutzklasse von IP 67. Andererseits sind die Metalltaster mit Hub oder Taktilität mit unterschiedlichen Schutzklassen zwischen IP 40 und IP 67 konzipiert. Bei den Metalltastern wird zusätzlich auch zwischen dem IP-Schutz der mechanischen Ebene und dem der elektrischen Kontaktebene unterschieden. So kann zum Beispiel die elektrische Kontaktebene mit Schutzklasse IP 67 ausgeführt sein, wobei die mechanische Ebene nur Schutzklasse IP 40 aufweist (Bild 1).

In den Produktdokumentationen sowie auf den jeweiligen »Selector Charts« der Website stellt der Hersteller Schurter diese Differenzierung mit den unterschiedlichen Kennwerten dar. Diese Differenzierung ist wiederum wesentlich, geht es um die Einbaulage oder um mögliche Verunreinigungen aus dem Umfeld. Beim Einbau in horizontale oder nur leicht geneigte Flächen besteht beispielsweise die Gefahr, dass unbeabsichtigt ausgeschüttete Flüssigkeiten in den Innenraum des Tasters gelangen.