Montageeffizient Kosten sparen mit dem TS-8-Anreihschranksystem

Matthias Müller, Abteilungsleiter Produktmanagement Modular Enclosures von Rittal erklärt, warum Standardisierung in Kombination mit einem einheitlichen Zubehörsystem Kosten spart.
Matthias Müller, Abteilungsleiter Produktmanagement Modular Enclosures von Rittal erklärt, warum Standardisierung in Kombination mit einem einheitlichen Zubehörsystem Kosten spart.

Die Montage-Effizienz seiner Systemplattform TS 8 stellt Rittal dieses Jahr in den Mittelpunkt der SPS IPC Drives. Matthias Müller, Abteilungsleiter Produktmanagement Modular Enclosures von Rittal erklärt, warum Standardisierung in Kombination mit einem einheitlichen Zubehörsystem Kosten spart.

Herr Müller, Rittal stellt die Montage-Effizienz auf der diesjährigen SPS IPC Drives in den Fokus. Was ist neu bei der TS 8?

Matthias Müller: Konzentrieren sich Schaltanlagenbauer beim Einsatz von Einzel- und Anreihschränken auf unsere standardisierte TS-8-Systemplattform, dann lassen sich die Kosten durch ein einheitliches Zubehörsystem deutlich reduzieren. Unabhängig vom eingesetzten Schranktyp müssen nur Teile aus einem einzigen Zubehörprogramm gekauft und gelagert werden – dies erfüllt der TS 8 bereits seit Jahren. Jetzt setzen wir direkt beim Anwender an und verbessern hier sowohl das Handling als auch die Aufwendungen für den Ausbau der Schränke. Durch intelligente Systemlösungen lässt sich der Innenausbau eines Schaltschranks deutlich schneller bewerkstelligen.

Was ist der größte Kostenblock?

Matthias Müller: Das Stichwort heißt Total Cost of Ownership – kurz TCO. Ein verantwortungsvoller Manager kalkuliert nicht nur mit den Einkaufskosten, sondern bezieht die Kosten, die bei der Benutzung eines Produktes entstehen, in seine Rechnung ein. Im Falle von Schaltschränken ist die Montage des Systems ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor. Rittal erhöht bei seinen neuen Systemen durch Standardisierung und clevere Detail-Lösungen die Effizienz bei der Montage – und senkt damit die TCO. Gerade hier in Europa, wo wir relativ hohe Lohnkosten haben, ist Zeit ein entscheidender Faktor und birgt viel Potenzial. Einen großen Schritt Richtung Montagefreundlichkeit bietet Rittal mit dem „Flex-Block“, einem neuen Sockel-Funktionsraum: Benötigten übliche Sockel bisher etwa zehn Minuten Mon-tagezeit, so lässt sich der „Flex-Block“ durch werkzeuglose Montage in deutlich weniger als einer Minute zusammenclipsen.

Bleibt da noch genug Raum für kundenspezifische Anforderungen?

Matthias Müller: Das TS-8-Anreihschranksystem bietet ebenso wie der SE-8-Einzelschrank – mit der Möglichkeit des Innenausbaus auf zwei Montage-Ebenen – große Flexibilität und deutlich mehr Platz als konventionelle Schaltschränke. Der TS 8 ist heute mit seinem umfangreichen Zubehörsystem  sowie seinen Stromverteilungs-, Klimatisierungs- und IT-Lösungen Basis für die branchenübergreifende Systemarchitektur „Rittal – Das System.“ Damit lassen sich aus einer Hand passgenaue Lösungen für die Energiehauptverteilung, industrielle Automatisierung, Gebäude-installation, Netzwerktechnik und Data Center erstellen. So können Standard-Komponenten ganz einfach zu individuellen Systemlösungen kombiniert werden, meist ohne dass hierzu aufwendige Sonder-konstruktionen erforderlich sind.

Was genau haben Sie denn am TS-8-System verändert?

Matthias Müller: Die TS-8-Schaltschränke besitzen jetzt in den vertikalen Profilen im Abstand von 100 mm spezielle Stanzbilder, die eine einfache und schnelle Positionierung von Einbauten ermöglichen. Das Maßband, um die richtige Höhe zu finden, kann damit entfallen. Zusätzlich kann diese neue Systemlochung für das Befestigen von Einbauten mit selbstformenden M8-Schrauben ohne Vorbohren genutzt werden. Die Montageplatte lässt sich zudem nun noch komfortabler von einer Person einbauen. Ein neuer Clip sorgt dafür, dass die Montageplatte nach dem Einbringen sicher gehalten wird. So hat der Monteur beide Hände für die abschließende Verschraubung frei. Die neue Befestigung des Montageplatten-Halters kann ohne Werkzeug schnell neu positioniert werden – was einen noch schnelleren Umbau der Montageplatten-Position möglich macht. Das TS-8-System-Lochbild im Türrahmen ermöglicht zudem den Einbau des Systemzubehörs, das im Schrankinneren zum Einsatz kommt. Auch das bedeutet verringerte Lagerhaltungskosten. Zudem sorgt die neue Lochung dafür, dass sich die Tür jetzt noch besser als vollwertige Montagefläche nutzen lässt.