Innovative Anschlusstechnik für die Automatisierung #####

Der neue „Han-Quick Lock“ von Harting verbindet die Zuverlässigkeit und die einfache Handhabung des Federanschlusses mit dem geringen Platzbedarf der Crimptechnologie. Sie eignet sich für hohe Kontaktdichten und ist anderen Anschlusstechniken deutlich überlegen. Darüber hinaus ist für diesen vibrationssicheren Anschluss kein Spezialwerkzeug notwendig.

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von Andre Beneke

Der neue „Han-Quick Lock“ von Harting verbindet die Zuverlässigkeit und die einfache Handhabung des Federanschlusses mit dem geringen Platzbedarf der Crimptechnologie. Sie eignet sich für hohe Kontaktdichten und ist anderen Anschlusstechniken deutlich überlegen. Darüber hinaus ist für diesen vibrationssicheren Anschluss kein Spezialwerkzeug notwendig.

Die Harting Technologiegruppe bietet in ihren Industrie-Steckverbindern mehrere Anschlusstechniken: Schraubanschluss, Crimptechnik, Käfigzugfedertechnik und Schneidklemmanschluss. Bei größeren Querschnitten bis 240 mm2 kommt die von Harting entwickelte Axialklemmtechnik zum Einsatz. Zusätzlich zu den genannten etablierten Anschlusstechniken bietet das Unternehmen jetzt eine weitere Option an: den Han-Quick-Lock-Anschluss.

Zusätzliche Anschlusstechnik?

Die Crimptechnik bietet einen hochwertigen Anschluss bei größtmöglicher Packungsdichte, allerdings wird zum Anschluss Spezialwerkzeug benötigt. Die anderen Anschlusstechniken funktionieren zwar ohne besonderes Werkzeug – der Schraub- und der Käfigzugfederanschluss mit einem einfachen Schraubendreher –, allerdings ist ihr Aufbau im Anschlussbereich sehr groß. Die Han-Quick-Lock-Anschlusstechnik verbindet die Vorteile der etablierten Anschlusstechniken miteinander. Der Platzbedarf ist ähnlich wie bei der Crimpanschlusstechnik, das Anschließen und Lösen des Litzenleiters erfolgt mit einem einfachen Schraubendreher. Weiterhin erreicht dieser Anschluss ein Maß an Vibrationssicherheit, das vergleichbar mit einem gängigen Käfigzugfederanschluss ist. Genau genommen handelt es sich um eine radiale Federklemmtechnik. Eine runde Edelstahl-Klemmfeder klemmt die Einzellitzen des angeschlossenen Leiters radial um die Kante eines zentralen Konus und erreicht so eine großflächige Kontaktierung des Leiters (Bild 1). Außerdem sorgt das spezielle Design der Klemmfeder für die notwendige Vibrationssicherheit.

Die Spitze im Anschlussbereich, die bei einem Blick in den Betätiger zu sehen ist, dient lediglich zum Aufspreizen der Einzellitzen – nicht zur Kontaktierung des Leiters. Der Anschluss erfolgt durch das Abisolieren der Litzenleiter, das Einführen in den Anschlussbereich des Han-Quick-Lock-Kontaktes und das Herunterdrücken des Betätigers mit einem Schraubendreher. Zum erneuten Öffnen der Klemmstelle muss lediglich der Betätiger ebenfalls mit einem Schraubendreher aufgehebelt werden. Die Position des Betätigers dient ebenfalls zur optischen Kontrolle. Der Betätiger schließt bündig mit dem Isolierkörper ab, so dass erkennbar ist, ob alle Anschlüsse fixiert sind. Da das Einführen der Litzenleiter in den Anschlussbereich mit sehr geringem Kraftaufwand möglich ist, wird gleichzeitig gewährleistet, dass auch dünne Litzen – ohne zu verbiegen – in den Anschluss eingeführt werden können. Derselbe Leiter kann mehrfach angeschlossen werden. Die Haltekräfte des Leiters im Kontakt sind vergleichbar mit denen gängiger Käfigzugfeder-Klemmstellen. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Massivleiter können mit dieser Technik nicht angeschlossen werden!