Kaltleiter als Strombegrenzer für LEDs Hitzetod ausgeschlossen

Temperaturabhängigkeit von LEDs


Wie bei allen Halbleitern gibt es auch bei LEDs eine maximal zulässige Sperrschichttemperatur, die nicht Überschritten werden darf, um eine beschleunigte Alterung oder einen Totalausfall zu verhindern. Der maximal erlaubte Vorwärtsstrom muss mit steigender Umgebungstemperatur sinken, damit die Sperrschichttemperatur unter dem kritischen Wert bleibt. Der Vorwärtsstrom bei einer vorgegebenen Umgebungstemperatur lässt sich allerdings erhöhen, wenn ein Kühlkörper zum Einsatz kommt.  Die Lichtemission der Leuchtdioden sinkt mit dem Anstieg der Sperrschichttemperatur des Chips. Dieser Effekt tritt vor allem bei roten und gelben LEDs auf, während weiße LEDs eine geringere Temperaturabhängigkeit zeigen. Die Lichtausbeute steigt mit zunehmendem Vorwärtsstrom. Ein hoher thermischer Widerstand der montierten LEDs zwischen Sperrschicht und Umgebung kann jedoch diesen Effekt verringern oder gar umkehren, weil das emittierte Licht mit steigender Sperrschichttemperatur abnimmt.  Außerdem erhöht sich die dominierende Wellenlänge des emittierten Lichts mit steigender Sperrschichttemperatur um typischerweise +0,1 nm, und die Vorwärtsspannung der LEDs nimmt mit steigender Temperatur zu.

Autor:

Dr. Stefan Benkhof kümmert sich als Produkt Marketing Manager bei Epcos um Ceramic Semiconuctors

Epcos
Telefon 089/63 60 9
www.epcos.de

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