Wettbewerbsdruck aus Asien ebm-papst baut Werk in Herbolzheim um

ebm-papst baut sein Werk Herbolzheim zu einem Hochtechnologiezentrum für Produkte in der Automobiltechnik um. Es handelt sich dabei um Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Damit soll dem starken Wettbewerb aus Asien begegnet werden. Einige Mitarbeiter müssen gehen.

Dirk Schallock, Geschäftsführer ebm-papst St. Georgen: „Es ist uns in der letzten Zeit gelungen, wichtige Projekte aus dem Bereich der Automobilindustrie zu gewinnen. Für diese Projekte und daraus folgende Großserien benötigen wir ein spezielles High-Tech-Zentrum mit hochautomatisierten Fertigungsanlagen und gut ausgebildeten Mitarbeitern.“

Zurzeit fließen Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in den Standort Herbolzheim, um diesen Ausbau zu finanzieren. So wurde z. B. ein Sauberraum für 1 Million Euro realisiert.

Im Zuge dieses Ausbaus wird ebm-papst Produkte der industriellen Lufttechnik in sein Werk Vecsés (Ungarn) verlagern. Die Verlagerung soll im Herbst beginnen und bis zum Ende des ersten Quartals 2013 abgeschlossen sein. Betroffen sind hiervon ca. 115 Mitarbeiter im Werk Herbolzheim, denen ebm-papst im Werk St. Georgen bis zu 70 adäquate Arbeitsplätze anbietet.

ebm-papst ist der letzte Kompaktlüfterhersteller in der westlichen Welt. Der rein asiatische Wettwerb ist bereits dabei, Produktionsanteile aus China in deutlich günstigere südostasiatische Länder wie Vietnam und Kambodscha zu verlagern. Der Kostendruck in den Kernmärkten IT, Telekom, Inverterdrives und Photovoltaik nimmt kontinuierlich zu. Darauf reagiert ebm-papst mit der Konzentration des Kompakt- und Powerlüftergeschäftes am ungarischen Standort.

Der Ausbau des Werkes Herbolzheim folgt der Strategie der Konzentration auf technologisch anspruchsvolle Produkte mit einem hohen Automatisierungsgrad. Dadurch soll die Zukunft des Standortes langfristig gesichert werden.