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Digitalisierung beschleunigt und Ausbau der Denkfabrik neo

24. Juni 2020, 09:32 Uhr   |  Gerhard Stelzer


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Ausblick 2020: Steuern auf Sicht

Für das aktuelle Geschäftsjahr steuert ebm-papst auf Sicht und plant mit unterschiedlichen Konjunktur-Szenarien. Gleiches gilt für Investitionen, die abhängig von der konjunkturellen Entwicklung weltweit gesteuert werden. Das derzeit im Bau befindliche EMV-Labor in Mulfingen wird wie geplant fertiggestellt. Für den Bereich Forschung und Entwicklung stellt das Unternehmen, das sich als Technologieführer sieht, rund 110,1 Mio. Euro bereit. Diese fließen unter anderem in die Weiterentwicklung auf den Gebieten Digitalisierung und IoT (Internet of Things) sowie Aerodynamik und Akustik. Die Anzahl der Stammbelegschaft blieb im vergangenen Geschäftsjahr stabil. Eine weltweite Reduktion gab es im Bereich der Leiharbeit mit minus 432 Stellen. In Summe beschäftigt ebm-papst weltweit 14.638 Mitarbeiter inklusive Leiharbeiter (Vorjahr: 15.058).
»Die Konjunktur- und Corona-Krise wird uns mittelfristig stark belasten und uns viel abverlangen. Positiv sind daher die getroffenen Maßnahmen unserer Bundesregierung. Sie sind vorausschauend und ermöglichen die notwendigen Wirtschaftsimpulse, insbesondere auf den Zukunftsgebieten Digitalisierung und Klimatechnologie«, stellt Brandl fest.

Regionen und Geschäftsbereiche

Wirtschaftspolitische Unsicherheiten wie der Handelskrieg zwischen den USA und China, der Brexit oder die Wahlen in den USA stehen durch Covid-19 aktuell weniger im Fokus, werden jedoch die Weltwirtschaft weiterhin beschäftigen. Priorität hat für ebm-papst stets die Sicherung des laufenden Betriebs sowie die Versorgung der Kunden bei höchstem Schutz der Mitarbeiter und Lieferketten. Äußerst erfreulich wuchs ebm-papst auf dem amerikanischen Markt mit plus 5,8 % auf 286 Mio. Euro (Vorjahr: 270 Mio. Euro), gefolgt von Europa (exklusive Deutschland) mit plus 1,7 %auf 1,042 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,025 Mrd. Euro) und der Region Asien mit plus 0,1 % auf 399 Mio. Euro (Vorjahr: 399 Mio. Euro). Auf dem Inlandsmarkt erwirtschafteten die Mulfinger 462 Mio. Euro (Vorjahr: 492 Millionen Euro / -6,0 %).
In Bezug auf die Marktsegmente legte der vom Standort St. Georgen aus geleitete Geschäftsbereich Antriebstechnik/Automotive um 3,6 % auf 339 Mio. Euro (Vorjahr: 328 Mio. Euro) zu. Das Segment Hausgeräte/Heiztechnik, das vom Standort Landshut geführt wird, konnte seinen Vorjahresumsatz von 412 Mio Euro nicht halten; der Umsatz schrumpfte um 10 Mio. Euro auf 402 Mio. Euro. Aufgrund starken asiatischen Wettbewerbsdrucks, dem die Hausgerätekunden von ebm-papst Landshut ausgesetzt sind, steht das Geschäftsfeld vor strukturellen Anpassungen. Die aus der Zentrale in Mulfingen verantwortete industrielle Lufttechnik kletterte leicht um plus 0,1 % auf 1,447 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,445 Mrd. Euro). Durch Corona verzeichnete die Medizintechnik, die bei ebm-papst einen Umsatz von rund 60 Mio. Euro ausmacht, eine enorme Nachfrage. Insbesondere bei Komponenten für Beatmungsgeräte stieg diese um das 15-fache auf 1,5 Mio. Einheiten pro Jahr.

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