Modulares Gehäusesystem »BC« von Phoenix Contact bietet Verbindung zur Sonne

Hersteller sind auf passende Gehäuse für ihre Elektronik angewiesen. Um die nötige Flexibilität zu bieten, bedarf es eines Baukastensystems mit verschiedenen Gehäusebreiten, passender Leiterplattenanschlusstechnik und zahlreichen weiteren Features. Ein Beispiel aus der Fotovoltaik verdeutlicht dies.

von Anke Beck, Produktmanagerin Elektronikgehäuse bei Phoenix Contact

Seit 1990 entwickelt und produziert Meier-NT im sächsischen Zwönitz Geräte und Systeme zur Erfassung, Visualisierung und Übertragung von Daten. Zum Einsatz kommen die Geräte unter anderem in der Meteorologie, der Klimatologie und der Fotovoltaik. In allen Einsatzbereichen müssen sämtliche Systemkomponenten störungsfrei zusammenarbeiten. Dabei zählen besonders Zuverlässigkeit, Umweltverträglichkeit und Wartungsfreundlichkeit.

Das neue Analyse- und Überwachungssystem »ADL« nutzen die Kunden von Meier-NT, um Solaranlagen zu überwachen und zu beobachten. ADL besteht aus einem Datenlogger, einem String-Monitor und einer Eigenverbrauchssteuerung. Durch ständiges Überprüfen der Solaranlagen bestimmt das System präzise deren Leistungsfähigkeit. Auf Basis der gesammelten Informationen lassen sich Störungen frühzeitig erkennen und ertragsmindernde Ausfälle vermeiden. »Unser neues System sollte im Vergleich zur vorhergehenden Lösung kompakter und vor allem kostengünstiger sein«, beschreibt Heiko Meier (Bild 1), Geschäftsführer von Meier-NT, die Zielrichtung. »Dafür mussten zahlreiche Funktionen platzsparend und kompakt angeordnet werden.«

Mit den Elektronikgehäusen BC von Phoenix Contact fand das Unternehmen ein Gehäusesystem, um die verschiedenen Geräte- 
komponenten präzise zusammenarbeiten zu lassen. Der Datenlogger soll die Messwerte von bis zu hundert Einzelgeräten – darunter String-Wechselrichter oder Zentralwechselrichter – erfassen, analysieren und speichern. In Verbindung mit der Eigenverbrauchssteuerung lassen sich einzelne Verbraucher wie etwa Wärmepumpen gezielt ein- oder ausschalten. Das Spannungsversorgungsmodul liefert dem Datenlogger die notwendige Versorgungsspannung. Der String-Monitor erfasst die tatsächliche DC-Leistung des Solarmoduls und wandelt das analoge Signal in ein digitales RS-485-Signal um.

»Der Vorteil unserer Systemlösung basiert auf einer modernen skalierbaren Plattform«, erläutert Meier. »Dafür benötigen wir ein Elektronikgehäuse, das die erforderliche Flexibilität bietet. Aus diesem Grund haben wir uns für die Elektronikgehäuse BC von Phoenix Contact entschieden.« Durch verschiedene Gehäusebaubreiten von 17,8 mm bis 161,6 mm lassen sich unterschiedliche Module im gleichen Gehäusedesign aufbauen. Die großzügig ausgelegte Leiterplatten-Bestückungsfläche vereinfacht die Projektierung im Layout- und Entwicklungsprozess. Innenliegende Leiterplattenführungen in allen drei Raumrichtungen sorgen für einen funktionsgerechten Einbau der Elektronik. Die Leiterplatten können sowohl parallel als auch orthogonal zur Tragschiene in unterschiedlichen Positionen eingerastet werden. Auch aus Sicht der Produktion bieten die BC-Gehäuse Vorteile (Bild 2). »Alle Bauteile werden maschinell verlötet«, so Meier, »und weil die Gehäuseteile ganz ohne Werkzeug verrastet werden, sparen wir viel Zeit beim Geräteaufbau.«