Wandgehäuse Bahn frei, wenn es brennt

Metallgehäuse, das den Schutz der Steuerung sicherstellt.
Metallgehäuse, das den Schutz der Steuerung sicherstellt.

Eine Brandschutzsteuerung für Förderanlagen ist wichtig, damit Tore im Ernstfall automatisch verschließen. Der Hersteller Protronic benötigte bei einem neuen Projekt dafür ein Metallgehäuse, das den Schutz der Steuerung sicherstellt, und entschied sich für eine Alu-Variante des Gehäuseherstellers Bopla.

Logistische Prozesse erfolgen in der industriellen Fertigung, aber auch in Versandhäusern oder an öffentlichen Orten wie zum Beispiel Flughäfen heute meist automatisiert und mit komplexer Sicherheitstechnik. Denn der Transport von Fördergütern erfolgt oft durch weitläufige Gebäudekomplexe und Unternehmensbereiche. Immer wenn eine Förderstrecke – wie zum Beispiel ein Förderband oder Rollenförderer – durch eine Brandschutzmauer hindurch führt, muss ein Brandschutztor diese Öffnung bei Feuer oder Rauchbildung verschließen. Nur so kann verhindert werden, dass ein Brand auf andere Sektionen im Gebäude übergreift. Befindet sich das Fördergut im Schließbereich des Tores, muss es im Brandfall schnellstmöglich und automatisch entfernt werden.

Kleine, dezentrale Steuerung

Eine neue Brandschutzsteuerung von Protronic wurde eigens für diesen Zweck entwickelt. Melden Sensoren einen Feueralarm an die Steuerung, wird die Fördertechnik automatisch gestoppt. Lichtschranken erfassen, ob sich noch Fördergut im Torbereich befindet. Ist das der Fall, läuft das Band so lange weiter, bis der zu verschließende Bereich frei von störenden Objekten ist. Erst dann kann das Tor sicher herunterfahren und die Brandschutzwand schottet die nicht betroffenen Gebäudeteile gegen das Feuer ab. Bei der Entwicklung der Brandschutzsteuerung wünschte sich Protronic ein formschönes und stabiles Gehäuse, das auch in rauer Industrieumgebung einsetzbar ist. Da das Unternehmen bereits seit vielen Jahren mit Bopla zusammenarbeitet, ließ sich der Steuerungshersteller auch bei diesem Projekt von dem Bünder Gehäuseexperten beraten. Die Wahl fiel auf ein Gehäuse der Baureihe Bocube Alu (BA 241309 F-7024) aus dem Hause Bopla, das durch seine guten mechanischen Eigenschaften sicheren Schutz der empfindlichen Elektronik bietet. Die stabilen Gehäuse halten der Einwirkung von Stäuben, Feuchtigkeit und mechanischen Belastungen problemlos stand. Standardmäßig bieten sie Einbauraum für rechteckige Platinen und zeichnen sich durch eine anwendungsgerechte Gestaltung aus. So sind beispielsweise die Stirnflächen bewusst zurückgesetzt, um den bestmöglichen Schutz der elektromechanischen Bauteile zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet der Gehäuse­spezialist für seine Standardprodukte kundenspezifische Anpassungen oder Bearbeitungen an. Für die Kabel­verschraubungen der Brandschutz­steuerung hat der Gehäuse-Spezialist zum Beispiel passgenaue Bohrungen vorgenommen. Bei der farblichen ­Gestaltung entschied sich der Steuerungshersteller für Graphitgrau.

Maßgeschneidertes Gehäuse

Im Fall des Prototypenbaus für das Produkt MSG-24 übernahm Protronic den Einbau der Leiterplatten und weiterer Anbauteile wie Stecker oder ­Kabelverschraubungen. Darüber hinaus wurden an der Oberseite des Gehäuses Bedienelemente wie Not-Aus-Schalter, Knöpfe und Tasten zur manuellen Steuerung der Brandschutztechnik untergebracht (Bild 1). Für Unternehmen, die diese Engineering-Möglichkeiten nicht haben, bietet Bopla auch entsprechende Service-Leistungen an. Dazu zählen neben der Übernahme sämtlicher mechanischer Bearbeitungen wie dem Bohren, Fräsen und Gewindeschneiden auch die Gestaltung und Installation von Folientastaturen und Displays, die Klemmenbestückung und Ausrüstung mit metrischen Verschraubungen sowie der Einbau verschiedener Elektronikelemente.