Wenn Kontakte den Unterschied ausmachen Applikationsspezifische Kontakte für e-Mobility

Der Kontakt ODU Lamtac basiert auf einem gedrehten Träger
ODU Lamtac

ODU bietet neu entwickelte Einzelkontakte an, die – werden sie applikationsspezifisch eingesetzt – deutlich Vorteile bringen, wie in Anwendungen der Automobilindustrie und e-Mobility.

»Die Wahl der richtigen Kontakttechnologie kann von essenzieller Bedeutung sein«, ist  Richard Espertshuber, Portfolio Manager Elektromobilität von ODU, überzeugt. Als Hersteller von maßgeschneiderten Lösungen und Katalogprodukten hat ODU in den vergangenen Jahren sein umfassendes Know-how im Bereich des Kontaktdesigns für Industrie-Steckverbinder erfolgreich auf den Automotive-Markt übertragen und gleich mehrere Einzelkontakte vorgestellt, die in Automobil- und e-Mobility-Anwendungen applikationsspezifische Vorteile bieten.

Der ODU Lamtac

In Lamellentechnologie ausgeführt ist der Einzelkontakt »ODU Lamtac«, der zum Beispiel als interne Schnittstelle in Fahrzeugen führender Automobilhersteller zum Einsatz kommt. Er basiert auf einem gedrehten Träger, in dem ein gestanztes Lamellenband montiert wird. »Der Kontakt ermöglicht mehr als 10.000 Steckzyklen und bietet besonderen Nutzen durch seine hohe Kontaktsicherheit, hohe Stromübertragung und hohe Temperaturbeständigkeit«, betont Richard Espertshuber. Dennoch zeichnet sich der Kontakt – aufgrund seiner Lamellenmontage – durch Wirtschaftlichkeit aus, wie sie in der Automobilindustrie gefordert ist.

ODU Turntac

Ebenfalls in der Fahrzeugtechnik hat sich der Einzelkontakt »ODU Turntac« etabliert, beispielsweise in den Ladesteckern von Elektro- und Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen. Er weist vier Kontaktflächen zwischen Stift und Buchse auf – und damit besondere Robustheit in äußerst kompakter Abmessung. Selbst maximale Schiefsteckwinkel von bis zu 5 Grad in der Anwendung kompensiert dieses Kontaktdesign! »Bei Anwendung in Ladesteckern für Hybridfahrzeuge werden die Kontakte aufgrund von hohen Steckzyklen und widrigen Umgebungen stark beansprucht«, erläutert Richard Espertshuber. »Mit einer Lebensdauer von 10.000 Steckzyklen – das ist Standard in diesem Bereich – behält der Steckverbinder mindestens 27 Jahre seine Funktionsfähigkeit, wenn der Kunde die Schnittstelle einmal pro Tag steckt und entsteckt«, führt der Experte weiter aus.  ODU arbeitet übrigens auch an der Konzeption und Prüfung von Einzelkontakten, die bei ihrem Einsatz in Ladesteckern mehr als 10.000 Steckzyklen aufweisen: Bei ersten Prüfungen an kundenspezifischen Bauteilen konnten laut Richard Espertshuber bereits 20.000 Steckzyklen erfolgreich nachgewiesen werden.

ODU Stamptac

Der jüngste Einzelkontakt des Unternehmens, der »ODU Stamptac«, ist ein Stanzkontakt. Die konsequente Weiterentwicklung des Portfolios habe laut Richard Espertshuber dazu geführt, diese Kontakttechnologie ebenfalls anzubieten. »Eine Branchenanalyse und der Austausch mit Automotive-Kunden zeigen uns, dass in Zukunft der Preisdruck zunehmen wird«, berichtet der Portfolio Manager. Er geht davon aus, dass Zulieferer künftig noch stärker hinsichtlich ihrer Schnelligkeit und Flexibilität gefordert sein werden. »Als volumenfähiger und automatisierbarer Stanzkontakt nach IEC-Standard wird der ODU Stamptac diesen Anforderungen gerecht, er kann beispielsweise als Standardkontakt in Ladesteckern verbaut werden.« Beim ODU Stamptac stellt der Grundkörper gleichzeitig das Kontaktsystem dar. So bedarf es keines weiteren, gesonderten Übertragungselements. Die geschlitzten Finger kontaktieren zuverlässig mit dem Kontaktstift. Eine angespritzte Lippendichtung gewährleistet eine Dichtigkeit nach IP 68.