Schwerpunkte

Was auf Autohersteller zukommt

»Fahrzeug-Wahl auch vom präferierten Smartphone abhängig«

21. Mai 2021, 11:14 Uhr   |  Karin Zühlke


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Bleibt das "Eascy" Auto Statussymbol?

Werden Fahrzeuge noch mehr zu Statussymbolen, wenn das Auto der Zukunft „eascy“ – das steht für „electrified, autonomous, shared connected, yearly updated“ – ist?

Schäfer: Ganz klares Jein: Auf der einen Seite reduziert sich die traditionelle Bedeutung eines Automobils aufgrund neuer Mobilitätskonzepte. Vorangetrieben wird diese Entwicklung durch die hohen Unterhaltskosten, eine geringere Nutzungsintensität, den steigenden Verkehr und fehlende Parkmöglichkeiten speziell in Innenstädten.
Auf der anderen Seite sehen wir, dass das eigene Fahrzeug in Pandemiezeiten wieder interessanter wird, da im ÖPNV die AHA-Regeln deutlich schwerer einzuhalten sind. Der Unterschied ist jedoch, dass die Anforderungen von Kundenseite klar Richtung digital – z.B. V2X – und nachhaltig gehen.

Wo steht der Endverbraucher bei der Entwicklung?

Avarello: Der Endverbraucher nimmt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung ein, wenn es um das Thema Human–Machine Interface geht. Die Usability eines Fahrzeugs rückt noch mehr in den Fokus von Entwicklern. Die Antwort auf die Frage, wie schnell sich ein neuer Fahrer im Fahrzeug zurechtfindet, ist speziell bei Car-Sharing-Mobilitätskonzepten entscheidend. Ziel ist es, den Nutzer in den Mittelpunkt neuer Ansätze zu setzen. So erkennt das Fahrzeug den Fahrgast bzw. Fahrer und übernimmt automatisch alle Präferenzen dieser Person. Die Daten sind z.B. in entsprechenden Clouds hinterlegt und entsprechend abrufbar. Das Smartphone als verlängerter Arm des Consumers, und damit die Vernetzung zweier Devices, spielt bei der Entwicklung der neuen Fahrzeuggenerationen eine wesentliche Rolle. Es ist vorstellbar, dass die Auswahl eines neuen Fahrzeugs auch von der präferierten Smartphone-Marke abhängig gemacht wird.

Was heißt Mobilität der Zukunft?

Schäfer: Die Zukunft wird geprägt sein von Electronics. E-Mobilität, Emissionsfreiheit, Smart Driving und Digitalisierung sind dabei zentrale Bereiche.
Mit Smart Driving ist primär das autonome Fahren gemeint, das aus dem herkömmlichen Fahrzeug ein mobiles Büro, Wohn- oder Schlafzimmer machen wird. Dieser Punkt ist auch für Konzepte im Rahmen einer Smart City essenziell. Effizientere und ökologischere Fortbewegung, Steigerung der Verkehrssicherheit und Entzerrung des Verkehrs sind einige Beispiele, die mittels autonomen Fahrens optimiert werden können. Neue Mobilitätskonzepte gehören ebenfalls dazu.
Die Umsetzung einer übergeordneten Digitalisierung, zu der u.a. die Bereitstellung einer sicheren, stabilen Bandbreite für die benötigten Kommunikationsnetze und die konsequente Umsetzung des (I)IoT gehören, ist der letztlich entscheidende Faktor für die Mobilität der Zukunft.

Wie stellt sich Rutronik zu den Themen auf?

Avarello: Den ersten Schritt hat Rutronik 2015 gemacht, als die Automotive Business Unit gegründet wurde. Damit wurde frühzeitig eine spezialisierte, strategische Taskforce im Bereich Automobilelektronik eingerichtet, die sich auf die Trends und Entwicklungen dieses dynamischen Marktsegments fokussieren konnte.
Als zusätzliche Weiterentwicklung daraus und um noch intensiver in den Austausch mit den führenden Entscheidern des Automotive-Marktes gehen zu können, folgte die Gründung unserer Automotive Executive Community – kurz: AXC – durch Uwe Rahn, Director Automotive Buisness Unit, einer Expertengemeinschaft aus allen Bereichen der Automobilbranche – OEMs, Tier-Ones, Tier-Twos, Engineering Provider und Auftragsfertiger.

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