setron: Power-MOSFETs im Programm

Subsysteme statt Komponenten: Mit AOS hat setron sein Produktspektrum um eine Vielzahl an MOSFETs, Analog-ICs und TVS-Arrays erweitert und kann jetzt eine breite Palette von Bauelementen anbieten, aus denen sich komplette Subsysteme aufbauen lassen. Künftig will setron deshalb auch abgestimmte Demoboards anbieten.

»Power-MOSFETs haben uns in unserem Produktspektrum noch gefehlt, mit AOS haben wir einen amerikanischen Hersteller gewonnen, der hochwertige MOSFETs sehr kostengünstig in Asien fertigt«, freut sich Oliver Block, Marketing Manager von setron. Das Unternehmen AOS mag in Europa noch nicht allzu bekannt sein, dass es aus Siliconix hervorgegangen ist, lässt jedoch technologisch einiges erwarten. AOS entwickelt die Produkte vor allem in den USA, fertigt aber in Fernost. »Damit haben wir einen sehr interessanten Hersteller von MOSFETs gefunden, diese Produktgruppe hat uns bisher gefehlt. Jetzt kann setron aus einer Hand fast alle Komponenten liefern, die erforderlich sind, um beispielsweise eine komplette Industrie-Stromversorgung aufzubauen«, so Block.

Künftig will setron deshalb auch Demoboards entwickeln und fertigen, um den Kunden nicht nur einen abstrakten Schaltplan zu erläutern, sondern das Zusammenspiel der Komponenten real demonstrieren zu können. »Es ist immer gut, wenn wir den Anwendern etwas in die Hand geben. Sie sehen dann, dass die Simulation tatsächlich funktioniert«, sagt Block.
setron hat sich nach seinen Worten weiterhin zum Ziel gesetzt, im Analogbereich zu den führenden Distributoren zu gehören. Der Bedarf der Kunden, nicht nur mit einzelnen Bauelementen versorgt zu werden, sondern komplette Subsysteme auf der Leiterplatte zu erhalten, würde künftig noch zunehmen, »schon weil es immer weniger gute Analog-Ingenieure gibt«.
Für neuen Schub will setron auch im Bereich der Sensorik (Perkin Elmer) und der Elektromechanik sorgen. So plant das Unternehmen, im kommenden Jahr FAEs für Sensorik und Elektromechanik (Steckverbinder für den Maschinenbau und die Automatisierungstechnik) einzustellen. Denn dieser Markt erfordert ein besonderes Verständnis, insbesondere wenn es etwa um die schweren Industriesteckverbinder geht. Nach diesem Muster will setron 2008 weitere Geschäftsfelder definieren und ausdehnen. Ansonsten sieht sich setron im PEMCO-Bereich mit Linien wie Coiltronics (Spulen), NIC (Kondensatoren) und Yageo (Widerstände) gut aufgestellt. Im Bereich der Steckverbinder setzt setron laut Block auf die Produkte von W+P, neben den Klassikern von Tyco, Harting und Hirschmann.
Angesprochen auf die starke Linie Linear Technology, sieht sich Block ebenfalls in einer guten Position, denn setron und Linear Technology verbindet eine über fünfzehnjährige erfolgreiche Geschäftsbeziehung. Das bisher gesammelte Know-how ist ein nicht zu unterschätzender Faktor im Wettbewerb. setron kann zusätzlich noch die gut abgestimmten passiven Produkte beisteuern. Für Kunden, die die Zahl ihrer Lieferanten beschränken wollen, sei dies laut Block ein wichtiger Aspekt.
Das Gerücht, das hin und wieder die Runde macht, setron sei ein Katalogdistributror, will Block widerlegen: »Wir haben einen Katalog, das sehen wir aber nur als zusätzlichen Service an, wir verkaufen nicht über den Katalog.«
Dagegen bekennt er sich eindeutig dazu, auch Kleinmengen ohne Aufschlag zu liefern. »Das macht einen Teil unseres Charmes aus, und das wird auch so bleiben.«