DMASS Schwaches zweites Quartal für die Halbleiterdistribution

Das Wachstum der Halbleiterdistribution verlangsamt sich laut DMASS durch ein ruhiges zweites Quartal.
Ein ruhiges zweites Quartal 2016 führt laut DMASS zu einem verlangsamten Wachstum der Halbleiterdistribution.

Das Wachstum der Halbleiterdistribution verlangsamt sich laut DMASS (Distributors’ and Manufacturers’ Association of Semiconductor Specialists) durch ein ruhiges zweites Quartal. Deutschland und Osteuropa bleiben vorne, UK und Nordic fallen zurück.

Die Umsätze stiegen im zweiten Quartal um 2,15 % auf insgesamt 1,86 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Währungseffekte haben sich in der Zwischenzeit entspannt.

»Zwar endete das zweite Quartal etwas unter unseren Erwartungen, aber die Aufträge laufen weiterhin gut«, sagt Georg Steinberger, Chairman der DMASS. »Die erste Hälfte von 2016 endete mit einem gesunden 5,2 % Wachstum auf EMEA-Niveau. Wir erwarten, 2016 insgesamt positiv zu bleiben, weil die Verlangsamung des Wachstums in der Halbleiterdistribution an einigen Sondereffekten liegt, wie zum Beispiel, dass Unternehmen direkt von einigen Herstellern übernommen worden sind.«

Regional zeigen sich beträchtliche Unterschiede. Während sich Osteuropa, Deutschland, Österreich, Iberia und die Türkei gut gehalten haben, beendeten Frankreich und Italien das Quartal nur durchschnittlich gut. UK, die Schweiz, Norwegen, Schweden, Belgien und Luxemburg, Russland, Polen und Israel rutschten ins Negative.

Deutschland, als größter Markt, wuchs dabei um 5 % und beendete das Quartal mit 575 Mio. Euro, Italien wuchs um 2,3 % auf 182 Mio. Euro. Frankreich verzeichnet ein Plus von 1,6 % mit 137 Mio. Euro. UK fiel um -1,7 % auf 141 Mio. Euro zurück, Nordic sogar um -10,7 % auf 161 Mio. Euro und Israel um -5 % auf 68 Mio. Euro. Trotz des regional unterschiedlich stark schwächelnde Marktes handelt es sich laut Georg Steinberger um eine normale Verlangsamung. Die Bedingungen für ein organisches Wachstum seien immer noch gegeben.

Von der Produktseite aus betrachtet zeigt sich ein ebenso durchmischtes Bild wie bei der regionalen Sichtweise. Während Powerprodukte, Sensoren, Optoelektronik und MCUs überdurchschnittliches Wachstum zeigten, schnitten diskrete Bauteile (hier RF) und Logikbausteine negativ ab. Analoge Bausteine und Speicher wuchsen leicht über dem Durchschnitt.

Im Detail entwickelten sich MOS Micro (3,9 % auf 387 Mio. Euro), Optoelekronik (9,9 % auf 198 Mio. Euro) und Power (6,3 % auf 185 Mio. Euro) positiv. Leicht über dem Durchschnitt zeigten sich analoge Bausteine (3,8 % auf 559 Mio. Euro) und Speicher (3,2 % auf 146 Mio. Euro). Negativ schnitten diskrete Bausteine (-4.2 % auf 96 Mio. Euro), programmierbare Logikbausteine (-14.8 % auf 123 Mio. Euro) und andere Logikbausteine (-9.5 % auf 91 Mio. Euro) ab.

Laut Georg Steinberger hätte das Wachstum im zweiten Quartal ohne einige Sondereffekte in bestimmten Produktbereichen um die 4 % betragen.