Neue Anforderungen an den Distributor

Das vergangene Jahr stand im Zeichen der Krise, und die Nachwirkungen werden auch in diesem Jahr noch zu spüren sein. Auch Rutronik stellt sich den neuen Anforderungen und hat einen eigenen Weg gefunden, damit umzugehen.

»Anbieter sollten sich fragen, wie sie ihre europäischen Kunden unterstützen können, damit diese heute und morgen auf dem Weltmarkt erfolgreich sind«, sagt Markus Krieg, Geschäftsführer Marketing bei Rutronik Elektronische Bauelemente. »Betrachtet man die europäische Elektronikindustrie, lassen sich drei große Trends ausmachen«, beobachtet er.

Zum ersten seien Unternehmen immer stärker vernetzt, das heißt, die Entwicklung findet zunehmend an anderen Standorten statt als die Fertigung. Zweitens steigt der Bedarf an externer technischer Unterstützung. Und drittens: Durch die Krise gewinnt die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Geschäftspartnern an Bedeutung. »Alle diese Entwicklungen haben enorme Auswirkungen auf die Distribution«, ist Markus Krieg überzeugt.

Unternehmen mit verteilten Standorten sind immer häufiger die Regel, nicht mehr nur bei Konzernen, sondern auch bei mittelständischen Unternehmen. Sie benötigen einen Distributor, der sie über Ländergrenzen hinweg aus einer Hand technisch, logistisch und kommerziell betreuen kann. Das setzt ein einheitliches paneuropäisches Vertriebskonzept voraus. Gleichzeitig gilt es, nicht alle Länder über einen Kamm zu scheren. Gerade in Europa sind die Märkte sehr landesspezifisch geprägt, deshalb sollten die Niederlassungen über die notwendigen Freiheiten verfügen, sich so aufzustellen, dass sie die regionalen Anforderungen am besten beantworten können.

»Diesen Weg beschreitet Rutronik «, schildert Krieg. Der Broadliner hat sich reorganisiert und seine paneuropäische Ausrichtung noch weiter ausgebaut. Die Rutronik-Zentrale in Ispringen bei Pforzheim und die Niederlassungen, die Rutronik inzwischen in jedem europäischen Land betreibt, arbeiten dabei eng zusammen. Alle Standorte greifen auf dasselbe IT-System zu, so dass eine einheitliche Informationsbasis gegeben ist, unabhängig davon, ob der Kunden sich mit strategischen Anliegen an die Zentrale wendet oder lokale Unterstützung vor Ort benötigt. »Als europäisches Unternehmen haben wir unseren Fokus schon immer auf die europäischen Kunden gelegt. Ihre Situation und die Herausforderungen, denen sie begegnen, sind unsere Messlatte «, erklärt Markus Krieg. »Wir können über den ganzen Kontinent hinweg denselben Support und dasselbe Produktportfolio anbieten.«
Der Broadliner verfügt heute über eine europaweit harmonisierte Linecard, die letzten Lücken wurden in diesem Jahr geschlossen. »Hier kommt uns auch unsere Unternehmensgröße zugute: Als großer europäischer Distributor verfügen wir über das notwendige Volumen, um günstige Konditionen von den Herstellern zu erhalten. Gleichzeitig sind wir noch klein genug, um auch unseren kleineren und mittleren Kunden gerecht zu werden. Diese sind uns mit ihren individuellen Herausforderungen wichtig und profitieren genauso von den attraktiven Preisen und unserem technischen Support.«

Gerade für Kleinkunden, aber auch für die schnelle und umfassende Information, steht ergänzend zu den FAEs, Product- und Line-Managern und dem Business Development Management das Internetportal »Webg@te« zur Verfügung. Hier sind alle Fakten von Produktinformationen, technischen Parametern, Preisen, PCNs und PTNs bis zum Lagerbestand und Lieferstatus jederzeit abrufbar. Der Online-Berater wählt anhand der technischen Parameter Alternativprodukte für abgekündigte Komponenten aus und empfiehlt vergleichbare Produkte zum günstigeren Preis oder mit kürzerer Lieferzeit. Individuelle Fragen können direkt an den zuständigen Experten gemailt werden.