Lieferbarometer: Industrie-Displays

Die Nachfrage nach Industrie-Displays steigt in Deutschland und Europa kontinuierlich. Konrad Szabo von Data Modul beziffert das durchschnittliche jährliche Plus auf 15 Prozent.

Aktuell - das heißt im zweiten Halbjahr 2008 - sei allerdings eine leichte Abschwächung erkennbar - konform mit der allgemeinen Wirtschaftslage. Auf die Preisentwicklung hat das aber keinen großen Einfluss. Szabo rechnet mit einem anhaltenden Abwärtstrend, »allerdings erwarten wir keine so deutlichen Preisreduzierung mehr, wie in den letzten Jahren.«

Hartmut Helbig von Beck Elektronik sieht die Lage ähnlich: »Bis in den August hinein sind die Preise für Monitordisplays gefallen, die Hersteller haben aber entsprechend reagiert und Kapazitätsausweitungen hinten angestellt. Zum Teil wurde die Produktion auf andere Produkte wie kleinere und mittelgroße Displays umgestellt. Für den Rest des Jahres 2008 rechnen wir deshalb mit mehr oder weniger stabilen Preisen.« Eine Ausnahme dürften aber die großen Diagonalen über 37 Zoll sein.

Wie sieht es mit den Lieferzeiten aus? Sie fallen - abhängig vom Hersteller - sehr unterschiedlich aus. Das heißt: »Bei den japanischen Herstellern sollten die Anwender schon mal mit 3 bis 6 Monten rechnen«, so Szabo. Bei anderen Herstellern kann die Liefersituation weitaus entspannter aussehen; so sind Displays von taiwanesischen Unternehmen wie AUO und CMO meist innerhalb von zwei Monaten verfügbar.

Dass die Lieferzeiten je nach Hersteller weit auseinanderklaffen können, das bestätigt auch Johannes Staab, Produktgruppenleiter Displays & Embedded Boards von Rutronik: »Die Lieferzeiten liegen zwischen 10 und 20 Wochen - abhängig vom Hersteller.« Negative Ausnahmen seien die Größen 32 bis 42 Zoll: »Diese Panelgrößen sind sehr gefragt, denn sie gehen auch in die TV-Geräte-Produktion ein«, so Staab, »dadurch erhöhen sich die Lieferzeiten enorm.«