Marktzahlen Europäische Halbleiterdistribution gibt um 9,1 Prozent nach

Der Umsatz der europäischen Halbleiterdistribution ist im 4. Quartal um 9,1 Prozent zurückgegangen. Für das gesamte Jahr bleibt trotzdem ein Plus von 7,6 Prozent übrig.

Den Zahlen der DMASS (Distributors’ and Manufacturers’ Association of Semiconductor Specialists) zufolge ist der Umsatz der europäischen Halbleiterdistribution im vierten Quartal auf 1,35 Milliarden Euro gefallen. Das sind 9,1 Prozent weniger als im 4. Quartal 2010. Für das gesamte Jahr bleibt allerdings ein Wachstum von 7,6 Prozent übrig, was einem Umsatz von 6,37 Mrd. Euro entspricht.

Dem Vorsitzenden der DMASS Georg Steinberger zufolge, spiegeln die rückläufigen Zahlen des 4. Quartals die allgemeine Marktsituation wieder. So hätten sich die Kunden bei den Bestellungen vorsichtig verhalten, andere hätten ihre Lagerbestände korrigiert.

Das Jahr 2011 bleibt damit unter dem Strich sehr gegensätzlich: während es im ersten Halbjahr ein Wachstum von 23 Prozent gab, ging der Umsatz im zweiten Halbjahr um 7 Prozent zurück. Steinberger sagte außerdem, dass Prognosen für 2012 unter den derzeitigen Bedingungen sehr schwierig seien. Allerdings würde es ihn nicht wundern, wenn ein stärkeres zweites Halbjahr auf ein schwächeres erstes folgen würde.

Bei der regionalen Verteilung ging der Umsatz im 4. Quartal fast überall zurück. Lediglich Nordeuropa und Osteuropa konnten ein Wachstum vorweisen. Während das Wachstum in Nordeuropa auf Sondereffekte zurückzuführen ist, profitierte Osteuropa  von einer kostengünstigen Fertigung sowie  von Fertigunsgverlagerungen in die Region.

RegionUmsatz (Mio. Euro)
Veränderung zum 4. Quartal 2010
UK117- 7,5 %
Deutschland434- 12,7 %
Italien118- 17,7 %
Frankreich96- 14,5 %
Nordeuropa142+ 4,8 %
Osteuropa209+ 3 %
Umsatzentwicklung einiger Länder und Regionen im 4. Quartal 2011.

Bei den Produktgruppen gab es ebenfalls einen allgemeinen Rückgang. Die Spanne lag zwischen – 5,8 Prozent bei den Speichern und – 21,8 Prozent bei der Standard-Logik. Der größte Markt der Analog-Bauelemente ging um 14,2 Prozent auf 359 Millionen Euro Umsatz zurück.