Die letzten Tage von Azego

Die Azego Aktiengesellschaft (früher ACG Advanced Component Group) hat Ende Januar beim zuständigen Amtsgericht München für sich und die hundertprozentige Tochtergesellschaft First Components zum zweiten Mal einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Der Hintergrund: Azego hat in den vergangenen zwei Jahren zwar intensive Kostensparmaßnahmen umgesetzt, wodurch Verluste reduziert und die Rohmargen erheblich verbessert werden konnten. Allerdings konnte die Gesellschaft im Rahmen der von ihr begebenen Wandelanleihe 2007/2011 die geplante Liquiditätszufuhr nicht verwirklichen, was für die Weiterführung des operativen Geschäfts erforderlich gewesen wäre, so die Unternehmenssprecher.

Bereits Anfang Januar hatte die Gesellschaft Zahlungsunfähigkeit angemeldet, den entsprechenden Antrag beim zuständigen Amtsgericht in München jedoch schon nach wenigen Tagen wieder zurückgezogen. Denn es hatte zunächst so ausgesehen, als ob Azego gerettet werden könne. Seitens des Unternehmens hieß es, verschiedene Mitbewerber hätten ernsthaftes Interesse an einer Zusammenarbeit mit Azego gezeigt. Doch die Verhandlungen mit Investoren und Mitbewerbern brachten nicht den erwarteten Erfolg, um die bestehende Zahlungsunfähigkeit dauerhaft zu beseitigen. Somit musste erneut ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden. Mit Aussagen zum laufenden Verfahren hält sich das Unternehmen zurück.