Schwerpunkte

Dank einfacher Ansteuerung leicht integrierbar

Display mit Leistungsaufnahme »Null«

19. Juli 2011, 11:18 Uhr   |  Karin Zühlke


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Ansteuerung so einfach wie möglich

Der Hersteller Pervasive Displays Incorporated PDI beispielsweise hat bei seinen EPDs nicht nur den Anspruch, mit minimaler Energie auszukommen, »sondern macht gleichzeitig die Ansteuerung für den Anwender so einfach wie möglich«, betont Sosnowsky, der am Beispiel eines 2-Zoll EPD-Moduls von PDI den Aufbau eines solchen Moduls verdeutlicht: »Auf einer aktiven Fläche von ca. 46mm x 22mm sind 200 x 96 Pixel angeordnet. Mit dieser für die Fläche relativ hohen Auflösung lassen sich mehrere Zeilen Text, Grafiken und andere Informationen übersichtlich darstellen. Der Anschluss über eine Flexfolie, die sich hinter das Modul klappen lässt, mündet auf einer Leiterplatte, die den Rest der zur Ansteuerung erforderlichen Elektronik trägt.«

Der Hersteller hat in einem Chip die Ablaufsteuerung der Kurvenform und das Host-Interface als SPI integriert, so dass sich das EPD-Modul auch mit den einfachsten Mikrocontrollern ansteuern lässt. Das EPD-Modul nimmt die Leistung nur im Moment des Umschaltens auf. Für eine kurze Zeit – typischerweise sind das 100 ms fließt ein Strom von wenigen 10mA, der wenig später wieder auf Null absinkt. Auch bei wenig leistungsfähigen Quellen wie Solarzellen oder einer Li-Batterie lässt sich der Strom aus einem Stützkondensator entnehmen.

Vielfach einsetzbar

Dank der einfachen Ansteuerung ist das EPD-Modul in vielen neuen Anwendungen einsetzbar, wo die E-Paper-Technologie ihre Vorteile ausspielen kann. »Die Farbgebung ähnelt der einer Tageszeitung und ist sehr gut ablesbar, mit steigender Umgebungshelligkeit wird die Darstellung im Gegensatz zu TFT-Displays sogar brillanter«, erläutert der Manager. Der Kontrast ist ausreichend hoch und der Blickwinkel liegt bei nahezu 180°. Die Module sind dünn und leicht und eignen sich laut Sosnowsky deshalb besonders für mobile Applikationen, bei denen nicht viel Energie zur Verfügung steht. Praktisch umgesetzt hat PDI sein technisches Konzept im System ecoSign: Ein 7,4-Zoll-EPD-Modul ist zusammen mit einem ZigBee-Transceiver und einer Batterie bereits in einem Gehäuse eingebaut. Über ein ZigBee-Netzwerk mit einem Koordinator lässt sich damit ein komplexes Anzeige-System, zum Beispiel zur Raumreservierung realisieren. Neben der technischen Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung eines E-Paper-Systems stellt Hy-Line auch Evaluierungskits zur Verfügung. »Mit einer Design-Software kann man Display-Inhalte am PC entwerfen und über USB auf das EPD-Modul übertragen. Auf diese Weise kann der Anwender die Darstellung des Inhalts sofort auf dem EPD-Modul verifizieren«, so Sosnowsky.

Seite 2 von 2

1. Display mit Leistungsaufnahme »Null«
2. Ansteuerung so einfach wie möglich

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

HY-LINE Computer Components GmbH