Vacuumschmelze Stromkompensierte Entstördrosseln für Automotive-Anwendungen

Die stromkompensierte Entstördrosseln sind für bis zu 20 A bei Umgebungstemperaturen von -40 °C bis +115 °C (kurzzeitig bis zu +160 °C) ausgelegt.
Die stromkompensierte Entstördrosseln sind für bis zu 20 A bei Umgebungstemperaturen von -40 °C bis +115 °C (kurzzeitig bis zu +160 °C) ausgelegt.

Die Vacuumschmelze hat neuen Drosseln vorgestellt, die speziell für DC/DC-Wandler in Hybrid- und Elektrofahrzeugen entwickelt wurden. Sie bestehen aus dem nanokristallinen Werkstoff Vitroperm, das sich durch Permeabilitätswerte über 150.000 und eine Sättigungsinduktion über 1,2 T auszeichnet.

Die für den Automotive-Bereich in Anlehnung an AECQ 200 zertifizierten Entstördrosseln der Vacuumschmelze sind in zwei verschiedenen Größen (35 mm x 23 mm x 35 mm bzw. mit 31 mm x 22 mm x 33 mm) erhältlich und sind bei Umgebungstemperaturen von -40 °C bis +115 °C einsetzbar. Die maximale Betriebstemperatur mit eingeschränkter Dauer liegt bei +160 °C; dadurch eignen sie sich besonders für Dämpfungsanforderungen bei Betriebsströmen bis 20 A.

Gegenüber herkömmlichen Ferritwerkstoffen ermöglichen die Materialeigenschaften von Vitroperm ein um den Faktor drei reduziertes Bauvolumen. Die geringe Größe ist ein bestechendes Argument gerade für den Einsatz in Elektroautos, da hier zur Erhöhung der von der Batterieladung abhängenden Reichweite jedes Gramm Gewicht eingespart werden muss.

Es lassen sich besonders kleine und leistungsfähige EMC-Filter mit guten Langzeiteigenschaften und hoher Temperaturkonstanz bauen, wodurch die Zuverlässigkeit verbessert und der Wirkungsgrad um bis zu Faktor drei gesteigert werden kann. Die Bauteile sind für eine Bemessungsisolationsspannung von Ui = 525 V (RMS) (Funktionsisolation, Verschmutzungsgrad 1) auslegt.

Die Funkentstördrosseln bieten ein sehr breitbandiges Dämpfungsverhalten, welches im niederfrequenten Bereich durch die hohe Materialpermeabilität und im höherfrequenten Bereich durch die niedrige Wicklungskapazität beschrieben wird. Dadurch lässt sich vielfach der Aufwand an kapazitiven Entstörmaßnahmen reduzieren.