Batteriefertigung Umweltministerium: Weg frei für Bau der Batteriefabrik in Erfurt

Der Campus von Contemporary Amperex Technology Ltd, oder kurz CATL, in Ningde in Ost-China.
Der Campus von Contemporary Amperex Technology Ltd, oder kurz CATL, in Ningde in Ost-China.

Der chinesische Batteriehersteller CATL investiert in Thüringen bis zu 1,8 Milliarden Euro. Mit der Freigabe des Umweltministeriums kann der Bau beginnen.

Das Thüringer Umweltministerium will dem chinesischen Hersteller CATL die Zulassung für den Bau seiner geplanten Batteriezellenfabrik in Erfurt überreichen. Damit sei der Weg für den Baustart frei, teilte das Ministerium am Montag mit. Die offizielle Übergabe der Zulassung ist für Mittwoch geplant.

Angesichts der ehrgeizigen CO2-Ziele der Europäischen Union hatte CATL im Sommer bekanntgegeben, das Investitionsvolumen in Erfurt deutlich auszuweiten – von 240 Millionen auf 1,8 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Mit diesen Investitionen könnte die CATL-Fabrik größer werden als Teslas Gigafactory, die derzeit Lithium-Ionen-Zellen mit einer Gesamtkapazität von 20 Gigawattstunden pro Jahr herstellt. CATL will im ersten Schritt 14 Gigawattstunden produzieren, das Volumen aber bis 2026 aber bis in den dreistelligen GWh-Bereich steigern.

Das neue Werk soll vor allem Elektro-Autos mit Lithium-Ionen-Akkus versorgen. Alleine BMW hat bereits Zellen für vier Milliarden Euro bei CATL geordert. Davon sollen Batterien im Wert von 1,5 Milliarden Euro im Erfurter Werk produziert werden.

Für den Bau der Fabrik hat CATL ein leeres Firmengelände des ehemaligen Photovoltaik-Herstellers Solarworld übernommen. Das 70 Hektar große Gelände befindet sich in der Nähe des Erfurter Autobahnkreuzes.

CATL steht für Contemporary Amperex Technology Co. Der Konzern hat seinen Sitz im chinesischen Ningde und wurde 2011 gegründet. Das Unternehmen gehört inzwischen zu den drei größten Anbietern von Batterien für Kraftfahrzeuge weltweit. Weitere wichtige Marktteilnehmer sind LG Chem, Samsung und Panasonic.