Festkörper-Akku Infinite Power Solutions stellt papierdünnen Akku vor

Infinite Power Solutions stellt papierdünnen Akku vor
Infinite Power Solutions stellt papierdünnen Akku vor

Einen Festkörper-Akku mit einer Kapazitätsdichte von 1,25 mAh/cm² hat Infinite Power Solutions. Damit soll ein handelsüblicher Handy-Akku auf die Dicke von fünf Pokerkarten schrumpfen. Zudem ist diese Akkutechnologie inhärent sicher und unbrennbar.

Infinite Power Solutions (IPS) hat eine neue Akkutechnologie vorgestellt, mit der sich herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus ersetzen lassen sollen. Die Hochleistungszellen lassen sich vielfältig gestalten, beispielsweise in der Form und Größe des Displays eines Mobiltelefon oder eines Tablet-PCs. Aufgrund der Natur dieser Technologie gibt es – anders als bei Lithium-Ionen-Zellen – keine organischen Flüssigkeiten oder Gel-Elektrolyt, die es zu sichern gilt.

Mit einer einseitigen Abscheidung erzielen die hauchdünnen, wieder aufladbare Feststoff-Zelle eine Kapazitätsdichte von 1,25 mAh/cm². Außerdem veröffentlichte IPS ein White Paper, das einen Weg zur Herstellung dieses neuen Akkutechnologie im Rolle-zu-Rolle-Fertigung und doppelseitigen Abscheidung dokumentiert. Dadurch ist eine Kapazitätsdichte von 2,5 mAh/cm² zu erreichen. Das entspricht dem Wert von prismatischen Lithium-Ionen-Zellen, jedoch ohne das Risiko einer thermischen Instabilität, aber bei vergleichbaren Produktionskosten. Diese neue Solid-State-Akkus sollen in hohen Stückzahlen für weniger als 1 US-Dollar pro Wh gefertigt werden können und, wenn vollständig verpackt, bieten sie 700 Wh pro Liter – eine 25 Prozent höhere Energiedichte als heutige Lithium-Ionen-Zellen.

Die neuartigen Zellen lassen sich auch in einer parallelen Konfiguration stapeln, um einen Feststoff-Dünnschichtakku mit 3,95 V in der Größe einer Standard-Pokerkarte und der Dicke von fünf solcher Spielkarten herzustellen. Eine solche Batterie würde eine Kapazität von etwa 1,4 Ah mit einem maximalen Strom von 7 A vorweisen; das sind die Werte heute üblicher Lithium-Ionen-Zellen in Mobiltelefonen, aber der Akku wäre drei Mal dünner.