Fraunhofer / Energiewende Forschungsfertigung Batteriezelle geht an den Start

Dr. Christoph Baum (Fraunhofer IPT), Prof. Achim Kampker (PEM der RWTH Aachen), Prof. Harald Bolt (Forschungszentrum Jülich), Dr. Joachim Kloock (BMBF), Dr. Helmut Schmidt (Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft), Prof. Jens Tübke (Fraunhofer ICT), Dr. Peter Schroth (BMBF), Saskia Wessel (PEM der RWTH Aachen), Prof. Martin Winter (MEET an der WWU Münster), Dr. Falko Schappacher (MEET an der WWU Münster), Thorsten Menne (MKW des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Hans-Martin Henning (Fraunhofer ISE) und Prof. Wessels (WWU Münster) während des Projekt-Kick-offs (v.l.n.r.).
Dr. Christoph Baum (Fraunhofer IPT), Prof. Achim Kampker (PEM der RWTH Aachen), Prof. Harald Bolt (Forschungszentrum Jülich), Dr. Joachim Kloock (BMBF), Dr. Helmut Schmidt (Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft), Prof. Jens Tübke (Fraunhofer ICT), Dr. Peter Schroth (BMBF), Saskia Wessel (PEM der RWTH Aachen), Prof. Martin Winter (MEET an der WWU Münster), Dr. Falko Schappacher (MEET an der WWU Münster), Thorsten Menne (MKW des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Hans-Martin Henning (Fraunhofer ISE) und Prof. Wessels (WWU Münster) während des Projekt-Kick-offs (v.l.n.r.).

Die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle soll dabei helfen, den Technologiestandort Deutschland im internationalen Wettbewerb langfristig erfolgreich zu positionieren. Im Rahmen eines Kick-offs nahm diese am 27. November 2019 offiziell ihre Arbeit auf.

Stromspeicher sind unverzichtbar für die Energie- und Mobilitätswende. Bei der Entwicklung innovativer Speichertechnologien kann Deutschland eine exzellente Forschungslandschaft vorweisen. Das bestätigt das zuletzt deutlich gestiegene Interesse an Deutschland als Standort für die industrielle Herstellung von Batterien.

Zahlreiche Unternehmen richten sich strategisch neu aus, kündigen Großinvestitionen in die Batterieproduktion an oder setzen ihre Pläne bereits an verschiedenen deutschen Standorten um. Dies bedeutet für Deutschland und Europa nicht nur verstärkt in die Forschung zur Zellproduktion in Großserie einzusteigen, sondern insbesondere auch die Zulieferindustrie vom innovativen Zellmaterial über die Produktionstechnik für neuartige, leistungsfähigere Zellkonzepte bis hin zur Messtechnik für die Qualitätssicherung zu unterstützen und weltmarktfähig zu machen.

Diese neuen Anforderungen möchte die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle bedienen: Sie soll industrielle Partner und Kunden bei der Umsetzung neuer Batteriezellkonzepte und der Entwicklung zugehöriger Fertigungsverfahren unterstützen. Innovations- und Kommerzialisierungsprozesse werden so vorangetrieben und Risiken bei der Überführung neuartiger Zellkonzepte und Produktionstechnologien in die Großserienfertigung reduziert.

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert den Aufbau der Forschungsfertigung Batteriezelle in den nächsten Jahren mit insgesamt 500 Mio. Euro, das Land Nordrhein-Westfalen stellt 200 Mio. Euro für Grundstück und Gebäudeerrichtung zur Verfügung. Die Forschungsfertigung Batteriezelle ist eingebettet in das Dachkonzept Forschungsfabrik Batterie, unter dem das BMBF seine Förderung der Batterietechnologie an verschiedenen Kompetenzzentren und Clustern im Land geordnet hat. Aufgebaut wird sie als Teilinstitut des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT.

Fraunhofer arbeitet in Münster eng mit dem Universitätsinstitut Münster Electrochemical Energy Technology (MEET) unter Leitung des international renommierten Batterieforschers Prof. Martin Winter sowie mit dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) unter Leitung von Prof. Achim Kampker an der RWTH Aachen zusammen. Gemeinsam mit diesen beiden nordrhein-westfälischen Batteriekompetenzzentren haben die Fraunhofer-Wissenschaftler bereits Anfang Oktober mit der Konzeption einer ersten Produktionslinie für Lithium-Ionen-Rundzellen im Format 21700 begonnen. Weitere Teilprojekte zur Erweiterung der Forschungsfertigung Batteriezelle um Fertigungslinien für Pouch- und Hardcase-Zellen sowie um einzelne innovative Fertigungsmodule werden sich in Jahresfolge anschließen.