Batterietechnik BASF lizenziert Lithiumeisenphosphat-Technologie

BASF hat eine langfristige Lizenzvereinbarung unterzeichnet, um von LiFePO4+C Licensing globale Rechte für die Produktion und den Vertrieb von Technologie für das Batteriematerial Lithiumeisenphosphat (LFP) zu erwerben.

Lithiumeisenphosphat, kurz LFP (LiFePO4), ist ein innovatives Kathodenmaterial, das in der Produktion hoch entwickelter Lithium-Ionen-Batterien (LIB) zum Einsatz kommt. LFP-Kathodenmaterialien können in allen Arten von LIB verwendet werden und eignen sich am besten für Hochleistungsanwendungen wie beispielsweise Hybridfahrzeuge und stationäre Stromspeicher. Die Erweiterung des Batteriematerial-Portfolios der BASF durch die gewerblichen Schutzrechte für LFP stellt eine wichtige Ergänzung der aktuellen Aktivitäten des Unternehmens im Bereich der Kathodenmaterialien Nickel-Kobalt-Mangan (NCM) für LIB dar.

Zu den LFP-Patenten, um die es bei der Vereinbarung zwischen der BASF und LiFePO4+C geht, gehören vier verschiedene Gruppen von Patentrechten: Patente, die einen exklusiven weltweiten Schutz für LFP-Technologie bieten, Patente für die Erfindung des grundlegenden LFP-Materials, Patente für die LFP-Carbonbeschichtung und Patente für die Carbonbeschichtungsverfahren.

»Durch unsere Vereinbarung mit LiFePO4+C wird die BASF zum einzigen Unternehmen weltweit, das für die Produktion und die Vermarktung von LIB-Materialien sowohl über eine Lizenz der Argonne National Laboratories als auch über eine Lizenz von LiFePO4+C verfügt«, erläutert Ralf Meixner, Senior Vice President der globalen BASF-Geschäftseinheit Battery Materials. »Das verschafft uns einen erheblichen Wettbewerbsvorteil und versetzt die BASF in die Lage, die gesamte Bandbreite der Bedürfnisse im Bereich der Batteriematerialien für LIB-Anwendungen abzudecken.«

Die BASF kann LFP-Materialien derzeit im Pilotmaßstab produzieren, mit hervorragenden elektrochemischen Eigenschaften und einem hohen Maß an Konsistenz. Das Unternehmen plant, seine LFP-Produktionskapazität in den kommenden Jahren auszubauen, um seine NCM-Produktionsabläufe zu ergänzen, die voraussichtlich im vierten Quartal 2012 im kommerziellen Umfang produziert werden.

Auf der Grundlage dieser Initiativen entwickelt die BASF ein breites Spektrum an Technologien für Batteriematerialien, um Impulse für die Zukunft der Elektromobilität zu setzen. Damit unterstreicht das Unternehmen sein langfristiges Ziel, zum führenden Anbieter funktionaler Materialien und Komponenten zu werden, um Hersteller von Batterien und Batteriezellen weltweit zu beliefern.