trinamiX / BASF Smartphone erkennt Nutzer trotz Mund-Nasen-Schutz

Mit Beam Profile Analysis von trinamiX lässt sich ein Smartphone auch mit einer Mund-Nasen-Maske per Gesichtserkennung sicher und zuverlässig entsperren.
Mit Beam Profile Analysis von trinamiX lässt sich ein Smartphone auch mit einer Mund-Nasen-Maske per Gesichtserkennung sicher und zuverlässig entsperren.

Während der Covid-19-Pandemie ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes üblich. Doch kann ein Benutzer sein Smartphone dann auch per Gesichtserkennung entsperren? Mit Beam Profile Analysis hat die BASF-Tochter trinamiX etwas entwickelt.

Standardsoftware zur Gesichtserkennung kann Nutzer, die eine Schutzmaske über Mund und Nase tragen, zwar mittlerweile durchaus identifizieren, allerdings stets auf Kosten der Sicherheit. Sowohl 2D- als auch 3D-Systeme, können wegen des teilweise verdeckten Gesichtes weniger Merkmale auswerten. Das macht einen erfolgreichen Täuschungsversuch wahrscheinlicher. Nutzer könnten auf alternative Authentifizierungstechnologien zurückgreifen, worunter jedoch die Benutzerfreundlichkeit leiden könnte – eventuell auch die Sicherheit.

Die von trinamiX entwickelte Technologie namens Beam Profile Analysis basiert auf einem aktiven Messprinzip. Das zu messende Gesicht wird mit einer Infrarot-Lichtquelle beleuchtet, die ein gleichmäßiges Punktmuster aus unsichtbarem Nahinfrarotlicht aussendet. Lebende Haut hat im Nahinfrarotbereich ein einzigartiges Rückstreumuster, unabhängig von der Hautpigmentierung oder der Umgebungsbeleuchtung.

Die Reflexion jedes Lichtpunkts erfasst eine CMOS-Kamera. Aus der Analyse der einzelnen Lichtpunkte lässt sich ableiten, ob ein echter Mensch sich authentifizieren und das Gerät entsperren will oder ob es sich um einen Betrugsversuch via Foto oder Video handelt. In Kombination mit 2D-Gesichtserkennung wird das unberechtigte Entsperren von Smartphones mithilfe einer fotorealistischen Maske, mit einer 3D-Skulptur oder einem detaillierten Druckbild nach Aussage des Unternehmens praktisch unmöglich. Das Analyse-Tool lässt sich nahtlos in bestehende 2D-Gesichtserkennungsalgorithmen integrieren.