Beleuchtung Schneller verschiedene LED-Scheinwerfer entwickeln

Der NCV78763 ist ein Single-Chip-LED-Treiber, der auch neue dynamische Lichttechniken wie »Pixel-Licht« und »Matrix Beam« unterstützt.
Der NCV78763 ist ein Single-Chip-LED-Treiber, der auch neue dynamische Lichttechniken wie »Pixel-Licht« und »Matrix Beam« unterstützt.

Sowohl bei Fahrzeughersteller als auch bei Autokäufern werden LED-Schweinwerfer immer beliebter. Für die Zulieferer besteht die Herausforderung nun darin, diese hohe Nachfrage abzudecken und gleichzeitig die Entwicklungszyklen für die verschiedenen Ausführungen solcher Leuchten zu verkürzen.

Von Christiam Gasparini, Applications Engineer, und Paul Decloedt, Product Marketing Engineer, beide bei ON Semiconductor.

Mittlerweile hat sich gezeigt, dass Fahrzeughersteller durch den Einbau von LED-Leuchten profitieren. Energieeinsparung, höhere Zuverlässigkeit (was zu einer längeren Lebensdauer führt), mehr Flexibilität und kleinere Abmessungen bei sowieso schon beengten Verhältnissen sind nur einige der Vorteile. Die überwiegende Mehrheit der verbauten LED-Leuchten ist bis heute aber auf das Standlicht, die Bremslichter, Rücklichter und die Innenraumbeleuchtung beschränkt. Die Frontleuchten werden weiterhin meist mit herkömmlicher Lichttechnik ausgestattet – mit Ausnahme des Tagfahrlichts. Neue LED-Architekturen sollen dies ändern und Bedenken beseitigen. So muss die Kompatibilität zu bestehenden Systemdesigns gewahrt bleiben, und die hohen Anfangsinvestitionen sollten sich im Rahmen halten.

Eine aufwendigere Diagnostik ist ebenfalls erforderlich. Glühlampen nutzen eine einzige Leitung, durch die Strom fließt. Über diese Leitung müssen dann auch alle Diagnosemechanismen laufen. Dies schränkt den Informationsgehalt ein, der über den Betrieb der Lampe abfragbar ist – und zwar auf »funktioniert« oder »funktioniert nicht«. LED-Leuchten bieten wesentlich mehr Informationen – vorausgesetzt, die richtigen Halbleiterbausteine werden dafür verwendet.

Wirtschaftliche Aspekte sind dabei ebenfalls zu berücksichtigen. Obwohl die anfänglichen Investitionen für LED-Frontleuchten gemeinhin als recht hoch angesehen werden, stellen sie kein wirkliches Hindernis dar. Die Kostenvorteile von LED-Leuchten zahlen sich im Laufe der Zeit aus, vor allem wenn verschiedene Varianten auf einem Basisdesign aufbauen. Mit diesem Plattformansatz vermeiden Entwickler ein Neudesign, wenn ein neues Fahrzeugmodell mit LED-Leuchten ausgestattet werden soll, was Zeit und Entwicklungsaufwand einspart. Das Kerndesign weist nur grundlegende Funktionen auf, unterstützt aber verschiede LED-Strangkonfigurationen. Die Komplexität kann dann beliebig verändert werden, um für Fahrzeuge der Mittelklasse als auch der Oberklasse (mit mehr Funktionen) angepasst zu werden.