Neues Nanoimprint-Lithographiesystem Einstieg in die Nanowelt jetzt möglich

Additiv gefertigtes optisches Gitter zur gezielten Weiterleitung von Lichtsignalen.
Additiv gefertigtes optisches Gitter zur gezielten Weiterleitung von Lichtsignalen

Ein Fokus am ZOT der Hochschule Aachen liegt auf dem 3D-Druck optischer Komponenten. Jetzt wird dank einer BMBF-Förderung die dortige Geräteinfrastruktur um ein Nanoimprint-Lithographiesystem erweitert. Damit soll die Nanowelt für die Funktionalisierung optischer Komponenten erschlossen werden.

Das Zentrum für Optische Technologien (ZOT) der Hochschule Aachen darf sich im Rahmen des Förderprogramms »FH-Invest« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf eine Finanzspitze in Höhe von 1,2 Millionen Euro freuen. Finanziert werden soll damit ein neues Nanoimprint-Lithographiesystem. Der Antrag wurde koordiniert von Prof. Dr. Andreas Heinrich vom Zentrum für Optische Technologien, dessen Steckenpferd die additive Fertigung von optischen Komponenten wie Linsen und Beleuchtungselementen ist.

Mit konventionellen 3D-Drucksystemen sind seine Aktivitäten bisher auf Strukturgrößen im Bereich von einigen Tausendstel Millimeter beschränkt. Mit dem neuen Forschungsgerät kann er jetzt in den Nanometerbereich vordringen. Das Nanoimprint-Lithographiesystem ermöglicht es zum Beispiel, die Oberfläche optischer Komponenten mit Strukturen im Nanometerbereich und dadurch mit neuen Funktionalitäten wie veränderter Lichtbrechung zu versehen. Nanoimprinting kann für unterschiedlichste Materialien und Anwendungen eingesetzt werden und gewinnt als vielversprechende Zukunftstechnologie in verschiedenen Branchen zunehmend an Bedeutung. Daher unterstützen auch die beiden Unternehmen Carl Zeiss Vision aus Aalen und BWF Profiles aus Offingen die Forschungsaktivitäten mit dem neuen System.