Robuste Displays Bildschirm unter Tage

Der Walzenschrämlader SL900 von Eickhoff eignet sich für Flöze mit einer Mächtigkeit zwischen 1,4 m und über 6 m
Der Walzenschrämlader SL900 von Eickhoff eignet sich für Flöze mit einer Mächtigkeit zwischen 1,4 m und über 6 m. Für die Bedienung kommen besonders robuste Industriedisplays zum Einsatz.

Wer wissen will, was »raue Umgebungen« sind, der werfe einen Blick unter Tage, in den Bergbau. Da auch hier die Elektronifizierung voranschreitet, sind besonders robuste Systeme gefragt - das gilt auch für Displays.

Der Bochumer Hersteller Eickhoff Bergbautechnik setzt in seinen Walzenlader der neuesten Generation Displays von i-sft ein. Bei den größeren Maschinen kommen Anzeigen mit 15-Zoll-Diagonale zum Einsatz, während kleinere Maschinen mit 10,5-Zoll- oder 10,4-Zoll-Displays ausgerüstet sind.

Walzenlader schneiden gegen enorme mechanische Widerstände Kohle oder andere Mineralien aus der Lagerstätte unter Tage heraus. Aufgrund der starken Wärme-, Staub- und Vibrationsentwicklung sind dabei auch die Displays extremen Belastungen ausgesetzt. Bei Eickhoff war man daher auf der Suche nach einem robusten, grafikfähigen Display mit weitem Temperaturbereich und guter Schock- und Vibrationsimmunität, das möglichst geringe Stillstandzeiten gewährleistet und keine Wartung benötigt.

Detaillierte Informationen über die laufende Gewinnung und über den aktuellen Zustand der Antriebe, Schneidwalzen und weiteren Komponenten des Walzenladers tragen wesentlich zum sicheren Betrieb von Abbaumaschinen bei sowie zu deren optimaler, energieeffizienter Auslastung.

Um die Partnerschaft auch bei der nächsten Produktgeneration fortzusetzen, entwickelt i-sft derzeit eine neue Version der Eickhoff-Displays. Das Ziel ist eine noch höhere Auflösung für die optimale Darstellung von Anwendungen unter Linux.

Generell beschäftigt sich i-sft mit der Entwicklung von Displays für extreme Anwendungsbereiche, etwa in Lokomotiven, Flugzeugen, Schiffen und Baumaschinen. In all diesen Bereichen sind Schock- und Vibrationstoleranz sowie Explosionssicherheit gefragt.

»Wir hatten bereits in anderen Projekten Erfahrungen mit ähnlichen Aufgabenstellungen gesammelt und konnten Eickhoff entsprechend praxisnah beraten«, erklärt Klaus Wammes, Geschäftsführer von i-sft. »Umgekehrt haben wir durch die Arbeit für Eickhoff einmal mehr neues Know-how gesammelt, das sich auf andere Anwendungsbereiche übertragen lässt.«