Design&Verifikation Chipdesign als Big-Data-Herausforderung

Bild 4: Cogita hebt die Fehlermeldung zu ihrer Proklamationszeit hervor. Dabei wird das Prüflingsbit im selben Zyklus wie in der Protokolldatei verortet.

In der Validierung und Verifikation von Digitaltechnologien, sind große Datenraten gängig. Die Etablierung von KI-Methoden in der Cloud, mit vergleichbarer Mächtigkeit zum IT-Segment, steht aber noch aus. Einige Debug-Beispiele zeigen das Potenzial des Data-Screening-Tools Cogita.

Die voranschreitende Informationsrevolution verschiebt das Paradigma von der Wissenschaft hin zu den Daten. Gleichsam der ersten großen Informationsflut mit dem Aufkommen des Buchdrucks, ertränkt heutzutage der virtuelle Raum die Welt in enormen Mengen von Informationszellen. Ein wandelbarer Wissensbegriff, sogenannte Fakten und Big Data sind allgegenwärtig. Damit hat die Informationstechnik die wissenschaftliche Methode abgelöst: Die Notwendigkeit dieser Informationsflut ist fragwürdig, ein echter Wissensbegriff muss neu erlangt werden. Unsere Toolchain aus dem Chipdesign besitzt das Potenzial, auch weitergefasste Datensätze auf ihren Wissenskern zurückzuführen.

Datendefinitionen setzen auf postmoderne Technologien auf und wuchsen zum kulturellen wie erkenntnistheoretischen Wert, verarbeitende Methoden wie künstliche Intelligenz können die Grenzen eines Wissensbegriffes aufzeigen. Daten können erkenntnistheoretisch interpretiert werden, damit lautet ihr linguistischer Wert entweder auf wahr oder falsch.

Ein Beispiel: X kennt Y.
Dieser Wissensbegriff begleitet die Informationsvalidierung und ein Exoteriker würde behaupten, Wissen oder Daten seien mit relevanten Fakten verknüpft, die offensichtlich außerhalb des Wissenshalters liegen.

Bei Vtool sind wir uns der Dilemmata bewusst, die sich aus der Instrumentalisierung von Big Data ableiten. Wir wollen ein Instrument entwickeln, das die Informationsflut bewältigt und uns zeitgemäß bei unseren Aufgaben unterstützt. Cogita ist ein Werkzeug, das einen erstklassigen Daten-Screening-Prozessor stellt und wird derzeit hauptsächlich zum Bug-Screening eingesetzt. Es kann dabei eine Modifikation sämtlicher Prozessdaten erstellen. Die Cogita-Technologie kontrolliert den Datenfluss und schafft messbare Darstellungen, die für den Anwender interpretierbar werden. Dabei werden visuelle Strukturen über hermeneutische Konzepte eingesetzt, die Hermeneutik kann als ein Werkzeug innerhalb von Cogita betrachtet werden. Damit rückt eine symbolische Anzeige wieder in den Mittelpunkt der Wahrnehmung im Debugging.