Mess- und Prüftechnik / Batterietest Charakterisierung von Primär- und Sekundärzellen

Ein ad-hoc-Verfahren zur Batteriecharakterisierung, basierend auf der Norm IEC 60086, wird vorgestellt. Je nach Entwicklungspriorität ergibt sich daraus ein anderes Ranking.

In der Embedded-Entwicklung, insbesondere bei batteriebetriebenen IoT-Designs, releviert der Energieumsatz bei jedem Schritt hin zum Endprodukt. Dazu gehören Entscheidungen mit hoher Abstraktion, z.B. die Aufteilung einer Funktion in Hard- und Software, und Entscheidungen mit niedriger Abstraktion, etwa die zu spezifizierenden Komponenten. Weniger offensichtlich sind Auswirkungen, welche die Wahl der Batteriemarke und des -modells auf das Nutzererlebnis haben können.

Es ist leicht anzunehmen, dass Batterien innerhalb eines Standardformats (AA, AAA, CR2032, u.a.), wie in der Spezifikation IEC 60086 definiert, die selbe Performanz haben. In der Praxis beobachten Anwender jedoch schwankende Batterielebensdauern. Eine konkrete Frage betrifft das Preis-Leistungs-Verhältnis: ist die teuerste Batterie immer die beste Wahl?

Eine Antwort darauf fordert den systematischen Vergleich. Die Norm IEC 60086-2 beschreibt physikalische und elektrische Spezifikationen für Primärzellenbatterien; dort definierte Entladebedingungen können zum Batterievergleich herangezogen werden. Durch einen Vergleich mit dem Datenblatt können Batterien in Abhängigkeit der Anwendung bewertet werden.

Ein systematischer Vergleich von Alkali- und Lithium-AAA-Batterien mit dem Energietester Otii Arch wird gezeigt. Die Ergebnisse entsprachen nicht der unmittelbaren Erwartung.