SPS 2019 Keine Angst vor der Konjunktur

SPS 2019: Geschäftiges Treiben.
SPS 2019: Geschäftiges Treiben.

Zwar kamen nicht ganz so viele Aussteller und Besucher wie 2018, aber von einem Einbruch kann man nicht sprechen. Die SPS hat sich erneut als führender Branchentreff der Automatisierungsindustrie präsentiert.

Die 30. SPS fand im Jahr 2019 mit einer Neuinterpretation des Namens statt: Statt SPS IPC Drives heißt die Messe nun kurz und knapp SPS – und die drei Buchstaben stehen nicht mehr für »Speicherprogrammierbare Steuerung« sondern für »smart production solutions«. Wer glaubt, dass die deutsche Industrie auf Sparflamme umgeschaltet hat und in depressive Stimmung verfällt, sah sich auf der Messe eines besseren belehrt: Große Automatisierungsausrüster waren mit ihren riesigen Ständen präsent wie eh und je und die Gänge waren so voll wie in den letzten Jahren.

Das kontinuierliche Wachstum der letzten Jahre ist allerdings auch vorbei. Die Zahl der Aussteller und Besucher ging geringfügig zurück, aber von einem Einbruch kann man nicht sprechen, eher von einer Stabilisierung auf hohem Niveau.

 SPS 2019SPS 2018
Aussteller1.5851.630
Besucher63.70865.700
Ausstellungsfläche135.500 m²136.000 m²

 

Die SPS erreicht nicht ganz die Zahlen des Vorjahres, was auf der Messe selbst aber nicht zu merken war.
Bilder: 17

Messeimpressionen von der SPS 2019

Die SPS 2019 zeigt sich wieder als stark frequentierter Branchentreffpunkt der Automatisierer.

Neben ihrer starken Innovationskraft zeigten die Aussteller auf den Messeständen zahlreiche Produktneuheiten und Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen. Auch die angebotenen Guided Tours zu den Themen Machine Learning und KI, Predictive Maintenance, Industrial Security in der Fertigung und Cloud Ecosysteme überzeugten die Teilnehmer aus aller Welt. Während der Touren konnten sie sich einen kompakten Überblick über Innovationen und Exponate aus den speziellen Themenbereichen verschaffen und echte Use Cases erleben.

Nicht nur der neue Name SPS – Smart Production Solutions spiegelt die Entwicklung der Branche wider, ganz deutlich wurde dies auch in jeder der 17 Messehallen vor Ort. Neben Funktionen aus der IT-Welt, z.B. Machine Learning, digitaler Zwilling sowie Cloud- und Big-DataTechnologien, spielte vor allem das Thema Sicherheit eine große Rolle. So kam der in Halle 6 ausgewiesene Bereich zum Thema Industrial Security besonders gut bei den Besuchern an. Hier konnten sie sich unter anderem bei Ausstellern wie genua, Fortinet oder dem Bundesamt für Sicherheit (BSI) über die aktuellsten Produkte und Anwendungen der Industrial Security informieren. Auch der seit 2015 bestehende Gemeinschaftsstand »Automation meets IT« war wieder eine beliebte Anlaufstelle.