DesignTool für RFID- und NFC-Anwendungen »Intelligente« Etiketten entwickeln

»Intelligente« Etiketten gelten nicht nur in der Lagerhaltung, sondern auch zunehmend im Konsumbereich und bei den öffentlichen Verkehrsmitteln als Wachstumsmarkt. Nun gibt es eine Designplattform für die zugrundeliegenden Technologien RFID (Radio Frequency IDentification) und NFC (Near Field Communication).

Mit der Designplattform »Seriz« möchte Silica Entwicklern von RFID- (Radio Frequency IDentification) und NFC-Applikationen (Near Field Communication) alles Nötige an die Hand geben, um basierend auf Bausteinen des Herstellers NXP komplette Systeme zu entwickeln. Seriz ist ab sofort zu einem Preis von 270 Euro erhältlich. Für die Software-Entwicklung eignet sich die kostenfreie integrierte Entwicklungsumgebung »LPCXpresso« von NXP, die alle benötigten Funktionen für einen kompletten Designzyklus bietet, von der ersten Evaluierung bis zur Serienreife. Das Kit basiert auf NXPs »Cortex-M3«-Mikrocontroller »LPC1766« mit einer Taktfrequenz von bis zu 100 MHz und einem integrierten, 256 KByte großen Hochgeschwindigkeits-Flash sowie 64 KByte RAM. Es wird mit einem Display und Ports für Ethernet, USB-Host, USB-Device und JTAG-Debugging/Programming ausgeliefert.

Das Referenzdesign für Seriz implementiert sowohl »MIFARE Classic« als auch moderne, hochsichere Verschlüsselungssysteme. Diese werden durch die Verwendung eines Smartcard-Reader-ICs »TDA8029« in Verbindung mit einem Security-Access-Modul (SAM) im SIM-Kartenformat zur hochsicheren Speicherung von Zugangsschlüsseln realisiert. Über den ebenfalls bestückten, passiven UHF-RFID-Chip »G2XM« von NXP lassen sich beispielsweise Leiterplatten identifizieren und zurückverfolgen (PCB-Tracking). Die kontaktlose Kommunikation basiert auf NXPs NFC-Transceiver »PN512«, der im 13,56-MHz-Bereich wahlweise mit Baudraten von 106 KBit/s, 212 KBit/s oder 424 KBit/s arbeitet.

Um die Reichweite zu erhöhen, kann optional ein ebenfalls bestückter Leistungsverstärker verwendet werden. Die Software des Designkits, die auf dem kostenlosen Betriebssystem »FreeRTOS« aufbaut, unterstützt die MIFARE-Standards »Classic«, »Ultralight« und »Ultralight C«. Eine Migration zu Anwendungen auf höherem Sicherheitsniveau mit Common-Criteria-Zertifizierung bis hin zu Stufe EAL4 (Evaluation Assurance Level) wird durch die Unterstützung von »MIFARE Plus« und »DESfire« ermöglicht. Die dafür benötigten Softwarebibliotheken für AES- und 3DES-Verschlüsselungen sind ebenso enthalten wie die volle Unterstützung der Protokolle ISO 14443A, ISO 14443B, »Felica« sowie ISO 18092 (NFC Peerto-Peer). Die mitgelieferte Demoversion eines Telnet/Web-Servers, basierend auf dem uIP-Software-Stack, stellt die Basis für eine schnelle Implementierung von Netzwerkfunktionen zur Verfügung. Zu den weiteren Features gehören eine USB-Device-Stack-Software mit einer Virtual-COM-Port-Demo (CDC) sowie ein USB-Host-Stack mit FAT16/FAT32-Unterstützung. Schaltplan und Quellcode sind verfügbar und werden kostenlos bereitgestellt.