Anvil Semiconductors Siliziumkarbid zum Preis von Silizium

Anvil Semiconductors, ein Spin-out der School of Engineering der Universität Warwick hat einen Weg gefunden, Siliziumkarbid-Leistungsschalter in hohen Stückzahlen zu produzieren – zu Kosten, die denen von Siliziumbausteinen nahekommen. Dafür hat es sich nun eine Million englische Pfund gesichert.

Bislang haben die hohen Kosten bei der Herstellung von Bauteilen aus Siliziumkarbid (SiC) ihre breite Einführung verhindert, insbesondere bei kostensensitiven Consumer-Anwendungen. Daher finden SiC-Leistungsschalter vorrangig in Nischenmärkte Verwendung, wo Vorteile auf Systemebene die höheren Kosten rechtfertigen.

Unter Führung von Gründer Dr. Peter Ward hat Anvil Semiconductors einige Technologien für die Produktion von 3C-SiC-Epitaxieschichten auf Siliziumwafern entwickelt. Da keine teuren SiC-Wafer benutzt werden, sollen sich die Kosten für die Herstellung von Leistungsschaltern aus diesem Material deutlich verringern lassen. Ziel des Unternehmens ist es, SiC-Materialien und -Bauteile zu Kosten zu produzieren, die denen für herkömmliche Siliziumbauteile nahekommen.

Das Unternehmen hat sich jetzt ein 1 Million Pfund aus einer Reihe von Investoren gesichert, um die Entwicklung und Kommerzialisierung der Technologie zu beschleunigen. Die Finanzierungsrunde wurde vom EU-finanzierten Low Carbon Innovation Fund (LCIF) geführt und umfasst die Ntensive angel investor group, Cambridge Capital Group, mehrere einzelne Business Angels sowie die bestehenden Investoren Midven und Minerva Business Angels.