IDF 2016: Marke Altera ist Geschichte Neues zu Intels FPGA-Strategie

Intels CEO Brian Krzanich (rechts) und FPGA-Chef Daniel McNamara eröffneten das erste  Intel SoC FPGA Developer Forum (ISDF).
Intels CEO Brian Krzanich (rechts) und FPGA-Chef Daniel McNamara eröffneten das erste Intel SoC FPGA Developer Forum (ISDF).

Auf Intels diesjähriger Entwicklerkonferenz IDF gab es am 3. Tag Antworten auf die Fragen, wie es mit den FPGAs weitergeht, die man mit dem Kauf von Altera erworben hat. Hier die wichtigsten Punkte.

Am letzten Tag des IDF trat Intels CEO Brian Krzanich gemeinsam mit FPGA-Chef Daniel McNamara, einst  VP bei Altera für den Embedded-Bereich, auf die Bühne, um eine Art Sub-Veranstaltung des IDF, nämlich das Intel SoC FPGA Developer Forum (ISDF) aus der Taufe zu heben.

Die erste Nachricht: Der Markenname Altera ist Geschichte, auf den FPGA-Gehäusen prangt nunmehr das Intel-Logo. Der FPGA-Geschäftsbereich wird dabei vollen Zugriff auf neue Fertigungs- sowie Packaging-Technologien haben, das Stratix 10 wird noch 2016 in Intels 14-nm-FinFET-Prozess gefertigt verfügbar sein.

x86 und ARM auf einem Die

Wie erwartet wurde dann auch eine Art technische Revolution verkündet: Zukünftige Chips für IoT-, Netzwerk- und Cloud-Server-Anwendungen (nennen wir sie software-defined Server-Prozessoren mit Differenzierung über FPGA-Logik) werden neben x86-CPUs FPGA-Blöcke auch weiterhin mit ARM-CPUs beinhalten. Man wird damit x86 und ARM Cortex-A auf zwei Stücken Silizium auf einem Träger haben, entsprechende Prototypen mit Embedded-Multi-Die-Interconnect-Bridges gibt es bereits (die Stellarton-Atoms von 2010 in einem SiP nutzten hingegen PCIe für die Verbindung beider Silizium-Plättchen in einem Gehäuse ).

Denkbar sei allerdings auch, dass in Zukunft zusätzliche FPGA-Modelle mit x86-Prozessoren das Portfolio ergänzen werden, so CEO Krzanich.

Laut Intel werden zukünftig x86-CPUs wie Xeons, Beschleuniger wie die neuen Xeon Phi Knights Mill und diverse FPGAs gemeinsam in Servern arbeiten und sich so den Workload optimal aufteilen. Ein weitere für die Industrie wichtige Nachricht war, daß Produktunterstützung nicht verkürzt wird. Heute haben Intel-Chips durchschnittlich Lebenszyklen von zwölf Jahren. Wenn man ein Produkt abkündige, dann trete man zudem immer vorher in Kontakt mit den Kunden, um gemeinsam einen Ausstiegsplan festzulegen.

Ein Spaß am Rande

Während Intel-CEO Brian Krzanich seine Keynote in Jeans und Polo-Shirt hielt, erschien Daniel McNamara in Hemd und Stoffhose vor das Publikum. Krzanich bot McNamara auf der Bühne ein Polo-Shirt an – was dieser mit der Frage konterte, wie es sich denn anfühle, einen Vortrag vor lauter ARM-Entwicklern zu halten.