Erfolgreiches erstes Quartal Halbleiterhersteller Infineon wächst weiter

Dr. Reinhard Ploss (Infineon): Dank seiner sachlichen Kommunikation und Fachkompetenz hat sich Ploss nach unserer Einschätzung zum DAX-CEO-Liebling von Bundeskanzlerin und Physikerin Angela Merkel entwickelt und sitzt bei allen deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen mit am Tisch. Infineons Leistungselektronik-Palette passt nach dem Kauf von International Rectifier zudem perfekt zu den Zielen in Chinas neuestem 5-Jahresplan – Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Elektromobilität. Man braucht kein Prophet zu sein, um Infineon weiterhin wachsende Umsätze im Reich der Mitte vorherzusagen.
CEO Dr. Reinhard Ploss hat weiterhin gut lachen: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 gab es gegenüber dem Vorjahr erneutes Wachstum.

Der Chip-Hersteller Infineon konnte im 1. Quartal seines Geschäftsjahres 2019 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein Umsatzwachstum von 11 Prozent verbuchen. Auch der Gewinn stieg an, dazu arbeiten jetzt mehr als 41.000 Menschen für Infineon.

Mit 1,970 Mrd. Euro Umsatz konnte der Vorjahreswert von 1,775 Mio. Euro um 11 % übertroffen werden. Der Gewinn stieg von 205 auf 254 Mio. Euro an.

Der Geschäftsbereich Automotive wuchs von 770 auf 846 Mio. Euro, der Gewinn stieg von 103 Mio. Euro auf 117 Mio. Euro. Power-Management legte um 13 % beim Umsatz (von 545 auf 617 Mio. Euro) und 45 % beim Gewinn zu (von 107 auf 155 Mio. Euro).

Bei Industrial Power Control standen 19 % Umsatzwachstum von 296 auf 352 Mio. Euro und ein Gewinnsprung um 44 % von 48 auf 69 Mio. Euro zu Buche.

Lediglich bei Chip-Card und Security sieht es nach wie vor suboptimal aus: 149 Mio. Umsatz bedeutet ein Rückgang um 8 %,  der Gewinn verringerte sich um 36 % von 25 auf 16 Mio. Euro.

Die sogenannte Segmentmarge stieg im Vergleich zum Vorjahr von 15,9 auf 18,2 % an, wobei mit 25,1 % die mit Abstand höchste Rendite im Bereich Power-Management erzielt werden konnte. Die Profitabilität im Bereich Automotive blieb fast gleich: Statt 13,4 % ein Jahr zuvor konnte hier jetzt eine Marge von 13,8 % erzielt werden.

Mit 41.020 Mitarbeitern hat Infineon die 41.000-Marke gerissen, nachdem drei Monate zuvor noch 40.098 und im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt 38.229 Mitarbeiter beschäftigt waren.

Auf jeden Fall geht Infineons Wachstum in Asien und speziell China ungebremst weiter: Mit 999 Mio. Euro wurden 51 % seines Umsatzes dort erzielt, alleine 27 % in China. Der Umsatzanteil in Deutschland betrug nur noch 14 %, der niedrigste Umsatzanteil in Infineons Firmengeschichte. In Amerika und Japan betrug er 13 respektive 8 %.

Vorsichtiger Ausblick für 2019

Laut CEO Dr. Reinhard Ploss sieht sich Infineon einem schwieriger werdenden Umfeld gegenüber. Daher werden die Investitionen in Fertigungsanlagen um 100-200 Mio. Euro gekürzt. Nichtsdestotrotz geht Ploss für 2019 weiter von einem Umsatzwachstum von 9 % aus. 2019 wird es voraussichtlich kein Wachstum bei der weltweiten Autoproduktion geben, da der Halbleiter-Anteil in den Autos dank z.B. SUV-Verkäufen und ADAS weiter steigt, wird der Bereich ATV im Geschäftsjahr wohl dennoch um 10 % wachsen.