McKinsey-Prognose Halbleiterabsatz wird durch Corona-Krise schrumpfen

Erfurt: Eine Frau prüft in einem Reinraum einen Siliziumwafer für die Halbleiterherstellung.
Erfurt: Eine Frau prüft in einem Reinraum einen Siliziumwafer für die Halbleiterherstellung.

Der Absatz von Smartphones und Automobil-Chips könnte im schlimmsten Fall um rund ein Viertel zurückgehen, aber es gibt auch Bereiche, die von der Krise profitieren.

Die Corona-Krise hinterlässt laut einer Prognose auf dem Halbleitermarkt ungleichmäßige Spuren. Je nach Bereich stehen für 2020 Rückgänge von bis zu 27 Prozent oder Zuwächse bis 11 Prozent im Raum, wie aus Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey hervorgeht. Insgesamt gehen die Berater aber von einem Schrumpfen des zuletzt mehr als 400 Milliarden Dollar schweren Gesamtmarkts um 5 bis 15 Prozent aus.

Besonders hart wird es der Prognose nach die Bereiche drahtlose Kommunikation – also vor allem Smartphones – und Chips für den Automobilbereich treffen. Hier geht es im schlimmsten Fall um 26 beziehungsweise 27 Prozent nach unten.

Der größte Teilmarkt, Halbleiter für PCs und Server, bleibt demnach je nach Szenario fast stabil oder schrumpft nur vergleichsweise schwach. Bei Chips für die Bereiche Industrie sowie Unterhaltungs- und Haushaltselektronik sind etwas stärkere Rückgänge zu erwarten.

Nur das kleinste Marktsegment kann von der aktuellen Entwicklung profitieren: Im Bereich der kabelgebundenen Kommunikation geht es der Prognose zufolge um 8 bis 11 Prozent nach oben. Der Grund: Wegen der Corona-Pandemie müssen demnach unter anderem Firmen mehr in Sicherheit investieren, weil mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Zudem kaufen die Verbraucher mehr Router.