Atmel 32-Bit-Mikrocontroller »AVR UC3« mit Fließkommaeinheit

Um die Möglichkeiten einer digitalen Signalverarbeitung hat Atmel ihren 32-Bit-Mikrocontroller »AVR UC3« erweitert. Damit lässt sich ein Design mit zwei Bausteinen (MCU und DSP) mit nur einem Chip realisieren.

Durch die Fließkomma-Einheit (FPU) kann der die MCU der Serie »AVR UC3« eine hohe digitale Signalverarbeitungsleistung mit Festkomma- und Integer-Arithmetik-Unterstützung erbringen, die normalerweise nur in Highend-DSPs zu finden ist. Die FPU entspricht dem gängigen IEEE-754-Standard, was Kompatibilität zu zahlreichen Mathematikbibliotheken und Anwendungsprogrammen gewährleistet.

Eine FPU verbessert die Datenverarbeitungsleistung, indem die MCU mit weniger Taktzyklen und höherer Genauigkeit arithmetische Berechnungen mit Dezimalzahlen durchführt. Davon profitieren zahlreiche Anwendungen: Motorsteuerungsalgorithmen lassen sich verbessern, sodass der Motor leiser läuft oder weniger Energie verbraucht; Sensordaten lassen sich filtern oder analysieren, um Störungen zu unterdrücken und mehr nützliche Informationen zu erfassen; und Audiodaten lassen sich ohne Verlust der Klangtreue verarbeiten.

Die FPU wird in ausgewählten Derivaten der AVR-UC3-Reihe angeboten, die für Automotive-Anwendungen und industrielle Steuerungen bestimmt sind. Die ersten Bausteine werden bei führenden Unternehmen bereits einem Prototyping unterzogen. Allgemeine Muster sollen im zweiten Halbjahr 2010 zur Verfügung stehen. Die ersten Modelle dieser MCU-Familie werden Analogmodule wie zweikanalige Highspeed-A/D- und -D/A-Wandler mit jeweils 12 Bit Breite sowie eine »intelligente« Motorsteuerung enthalten. Ebenfalls integriert sind »intelligente« Peripherie-Einheiten, Speicher-zu-Speicher-DMA-Controller und das Peripheral-Event-System, das für die UC3-MCUs im Jahr 2009 eingeführt wurde.

Atmel
embedded world: Halle 12, Stand 132