Tools von PLS und Inchron Timing-Fehler finden

Das Debug-Gerät von pls nimmt Daten auf, chronVIEW von Inchron visualisiert das Timing-Verhalten.

PLS Programmierbare Logik & Systeme und Inchron bieten gemeinsam ein Hardware-/Software-Werkzeug für die Visualisierung und Analyse von Echtzeitsystemen an.

Systeme, die im Fahrzeug oder in einer Industrieanlage Steuer- und Regelprozesse übernehmen, müssen in aller Regel in Echtzeit auf Vorgänge in der realen Welt reagieren. Komplexe Steuergeräte nehmen Daten aus der Umgebung auf, berechnen den Regelalgorithmus und bedienen interne und externe Bussysteme und/oder Netzwerkschnittstellen. Die Software, die am Entwicklerarbeitsplatz anstandslos kompiliert, zeigt auf der Hardware des realen Zielsystems womöglich unerwartete zeitliche Effekte, weil externe Ereignisse, Schnittstellen und Variablen gegenseitige Abhängigkeiten aufweisen. Um dies zu untersuchen, bieten PLS Programmierbare Logik & Systeme und Inchron ein aufeinander abgestimmtes Hardware-/Software-Paket für die Analyse und Visualisierung des Timingverhaltens an.

Zunächst zeichnet die Universal-Debug-Engine (UDE) von PLS große Mengen von Trace-Daten zur Laufzeit direkt vom Steuergerät auf und übernimmt deren Vorverarbeitung. Dafür stehen dem Anwender die Analysegeräte UAD2next und UAD3+ aus der Universal-Access-Device-Familie zur Verfügung, die mittels entsprechender target-spezifischer Trace-Module alle gängigen Trace-Schnittstellen unterstützen. Je nach Modellvariante lassen sich zwischen 512 MB bis 4 GB Trace-Daten speichern.

Anschließend sorgt chronVIEW von Inchron für die Visualisierung der aufgenommenen Trace-Daten. Abhängigkeiten zwischen parallelen Abläufen von Steueralgorithmen, die sich negativ auf das Echtzeitverhalten auswirken, können so leicht erkannt werden. Gleichzeitig überprüft das Tool automatisch auch die Einhaltung der Echtzeitanforderungen. Anwender erhalten so schnell und übersichtlich einen umfassenden Einblick in das Zeitverhalten ihres Systems.

Nebenläufigkeit im Blick

Das Scheduling von Single-, Multi-, Many-Core-Systemen mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Kommunikationsschnittstellen untersuchen zu können, ist eine wichtige Grundlage für die Fehlerbeseitigung. Durch die Kombination der beiden Werkzeuge lässt sich eine Analyse im Rahmen von übergreifenden Entwicklungs- und Testworkflows nun sogar vollautomatisiert durchführen. Anwender können das Zeitverhalten ihres Systems also kontinuierlich überprüfen und so sicherstellen, dass eventuell auftretende Probleme schon in einem frühen Projektstadium behoben werden. Dies reduziert das Risiko späterer Überraschungen, aufwändigerer Nacharbeiten und hoher zusätzlicher Kosten.