Computermodule SGET verabschiedet SMARC 2.1

SMARC-Modul mit NXP i.MX8-Prozessor.
SMARC-Modul mit NXP i.MX8-Prozessor.

Mit bis zu vier MIPI-CSI-Kameraschnittstellen adressiert die SMARC-Spezifikation hauptsächlich den dynamisch wachsenden Markt der Embedded-Vision-Systeme.

Die Version 2.1 der Computermodul-Spezifikation SMARC bringt neben den vier Kamera-Schnittstellen auch Unterstützung von SerDes für zwei der vier PCI-Express-Lanes. Das bedeutet, dass diese beiden Lanes für zwei zusätziche Ethernet-Schnittstellen verwendet werden können. Sie können ebenso wie die MIPI-Kameraschnittstellen für Bildverarbeitung genutzt werden, im dem GigE-Vision-Kameras anschließt.

MIPI-CSI ist eine bei Smartphones weit verbreitete Kamera-Schnittstelle. Das »Camera Serial Interface« ist eine Spezifikation der »Mobile Industry Processor Interface« Allianz. Die zwei zusätzlichen MIPI-CSI-Schnittstellen werden allerdings nicht über den SMARC-Steckverbinder geführt sondern direkt über Flachbandkabel an das Modul angeschlossen. Die Position der Steckverbinder ist genau spezifiziert.

Die neuen Funktionen sind rückwärtskompatibel zur Rev. 2.0. Das bedeutet, dass 2.1-Module auch auf 2.0-Carriern betrieben werden können. Alle Erweiterungen zur Rev.2.0 sind zudem optional, sodass alle SMARC-2.0-Module automatisch auch SMARC-2.1-kompatibel sind.

 

 

Wesentlich mitgeformt wurde die Spezifikation von congatec, die mit Christian Eder den Editor der Spezifikation gestellt haben. Er sagt: »Die neue SMARC-2.1-Spezifikation ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Etablierung der in Smartphones weit verbreiteten Kameratechnologie MIPI-CSI, die dank SMARC erstmals zum Standard einer Embedded-Computing-Spezifikation geworden ist. Wir brauchen diese äußerst kosteneffiziente Technologie, um sie in jedwede Embedded-Applikation integrieren zu können. Dies nicht nur mit einer oder zwei, sondern bis zu vier Schnittstellen für umfassende Situational Awareness und höchste Device-Effizienz«

Laut aktuellen Studien  von Industry Research.co steigt die Nachfrage nach Bildverarbeitungskameras deutlich zweistellig. Dabei vor allem in den verschiedenen nichtindustriellen Bereichen, wie z.B. in der Überwachung, in der Forensik, in der Roboterchirurgie, in intelligenten Verkehrssystemen, im Grenzschutz und in der Gesundheitsüberwachung. Zudem liefert Kameratechnologie weiterhin auch Qualitätsprüfungsbilder, die dazu beitragen, Prozessfehler wie unsachgemäße Befüllungen, fehlerhafte Produkte in der Produktionslinie und Verpackungsfehler zu reduzieren. Einen großen Markt im industriellen Sektor stellen aber auch autonome Logistikfahrzeuge dar.