Single-Board-Computer MSC stellt Qseven-Modul mit »Tegra290« vor

Auf dem Qseven-Modul mit »Tegra290« ist auch nVidias 3D-Grafikcontroller »GeForce OpenGL ES 2.0« integriert
Auf dem Qseven-Modul mit »Tegra290« ist auch nVidias 3D-Grafikcontroller »GeForce OpenGL ES 2.0« integriert

Mit dem »ARM«-basierenden Prozessor »Tegra290« von nVidia bestückt ist das Qseven-Modul »MSC Q7-NT2« der MSC Vertriebs GmbH. Die hohe Grafikleistung des Embedded-Moduls erlaubt das Abspielen von HD-Videos und eignet sich z.B. für Digital-Signage-Anwendungen.

Der Low-Power-Prozessor »Tegra 290« von nVidia beherbergt einen Dual-Core-Prozessor vom Typ »ARM Cortex-A9«, der mit bis zu 1 GHz getaktet wird. Als Speicher sind auf dem Modul ein bis zu 1 GByte großes DDR2-SDRAM- und ein NAND-Flash-Speicher mit einer maximalen Kapazität von 8 GByte vorgesehen.

Der auf der Platine befindliche, sehr stromsparende 3D-Grafikcontroller »GeForce OpenGL ES 2.0« des Grafikspezialisten nVidia bietet eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Der Grafikcontroller unterstützt MPEG4/H.264 Video Encoding (D1) und Decoding (Full HD). Zum Anschluss von zwei großflächigen Displays sind eine moderne HDMI-1.3-Schnittstelle und ein Dual-Channel-LVDS-Port vorgesehen. Über den Videoeingang 1x 8-Bit-BT.656 (Feature-Stecker) lässt sich eine Kamera anschließen.

Dank seiner besonderen Grafikfunktionen ist das Qseven-Modul besonders für Visualisierungsanwendungen, z.B. im Medizinbereich, und für Bildaufbereitungsaufgaben ausgelegt. Ebenfalls lassen sich damit anspruchsvolle Digital-Signage-, Multimedia-, Entertainment- und Internet-TV-Systeme realisieren. Darüber hinaus eignet sich die Plattform aufgrund des erweiterten Temperaturbereichs von -40 °C bis +85 °C auch für Industrieanwendungen in rauen Umgebungen und Transportation-Applikationen.

An Standardschnittstellen verfügt die Baugruppe über drei PCI-Express-x1-Kanäle, bis zu vier USB-2.0-Hosts, ein USB-OTG, ein serielles UART-Interface, AC97-Audio und 10/100/1000-Base-T-Ethernet (IEEE1588 Real Time). Zusätzlich sind eine I2C-Schnittstelle bis 400 kBit/s und ein SPI-Port vorhanden. Der Anschluss einer Speicherkarte ist über die SD/SDIO/MMC-Schnittstelle möglich. Die Anwenderdaten können auch über zwei SATA-II-Kanäle gespeichert werden.

Für das MSC Q7-NT2, das typisch nur 5 W verbraucht, wird derzeit das Betriebssystem Windows CE und Support für Linux angeboten. Zukünftig gibt es weitere Alternativen, da Microsoft erst kürzlich bekannt gegeben hat, dass die nächste Windows-Version neben Intels x86-Prozessoren auch die ARM-Architektur unterstützen wird.