Sprung ins Reich der Mitte Heitec goes China!

Roland Chochoiek, Executive Vice President Heitec
„Nur ein Team vor Ort in China kann uns dabei helfen, nahe am Kunden zu sein sowie kulturelle und sprachliche Unterschiede zu überwinden“, ist sich Roland Chochoiek, Executive Vice President Business der Geschäftseinheit Electronics bei Heitec, sicher.

Dass China ein wichtiger Markt für Elektronik ist, ist kein Geheimnis. Nun wagt auch die Geschäftseinheit Electronics von Heitec den Start eines eigenen Büros im Reich der Mitte. Welche Gründe es dafür gab, fragten wir Roland Chochoiek, den zuständigen Executive Vice President.

Herr Chochoiek, welche Bedeutung hat der chinesische Markt für Heitec?

Roland Chochoiek: Im Rahmen unserer Bestrebungen der Internationalisierung nimmt China eine ganz zentrale Rolle ein. Es ist heute schon rein numerisch mit seiner Bevölkerung von 1,4 Milliarden ein größerer Markt als USA und Europa zusammen, und aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung dort einer unserer wichtigsten Auslandsmärkte. Um unsere Präsenz dort zu stärken und die Region weiter konsequent zu erschließen, haben wir uns zur Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft in China entschlossen.

Welche Gründe haben Heitec dazu bewogen, dort ein Büro zu eröffnen – und das nicht von Deutschland aus zu machen?

 Da ist zum einen ganz offensichtlich die örtliche Distanz, die totale Kundennähe verhindert. Zum anderen gibt es kulturelle und sprachliche Unterschiede, die nur mit einem eigenen lokalen Team zu überwinden sind. Wir möchten umfassende Services bieten, uns also nicht nur auf den bloßen Vertrieb von Gehäusetechnik beschränken. Die Ausweitung des Geschäfts auf alle Aktivitäten der Heitec Elektronik sowie mittelfristig auch der gesamten Heitec AG inklusive Automatisierung, Digitalisierung und Produktionssysteme erfordern dieses Engagement vor Ort. Dazu kommen Aspekte wie Sourcing und der Aufbau eines Partnernetzwerks.

Apropos „Partner“: Wenn man Partner seiner Kunden für Systementwicklungen sein möchte, muss man Kundennähe in jeglicher Hinsicht bieten. Und nicht zuletzt dient die neue Niederlassung als Vertriebs- und Logistik-Hub, um die anderen asiatischen Märkte besser zu bedienen.

Welche Services bietet Heitec von dort an?

Wir möchten unser Angebot von Anfang an möglichst breit aufstellen und neben dem Vertrieb des Gehäusetechnik-Portfolios auch Entwicklungs-, Fertigungs- und angeschlossene Dienstleistungen anbieten – etwa technische Unterstützung bis hin zur Entwicklung von kundenspezifischen Gehäuse- und Systemplattformen. Darüber hinaus bauen wir eine lokale Produktion, Montage und Systemintegration, ein Lager und die erforderliche Logistik auf, um den regionalen Bedarf möglichst schnell und umfassend erfüllen zu können.

Wann genau eröffnet das Büro?

Die Niederlassung eröffnet am ersten April 2020.

Plant Heitec nach demselben Muster auch Büros in anderen Regionen, zum Beispiel Nordamerika?

In einem kürzeren Zeitfenster haben wir das nicht vor, nein. Mittelfristig werden wir auch weitere Regionen diesbezüglich analysieren.

Herr Chochoiek, vielen Dank für Ihre Zeit.
 
Heitec auf der embedded world 2020: Halle 1, Stand 340